• Chronologie: Jahr 1895
  • Adresse: Philharmonie
  • Natur: Neuntes Abonnementkonzert der Philharmonie
  • Programm: Mendelsshohn, Saint-Saens, Mahler, Chopin, Liszt, Weber
  • Komposition Mahler:

Begleitet von

1895 Konzert Berlin 04-03-1895 - Sinfonie Nr. 2 - Satz 1, 2 und 3.

1895 Konzert Berlin 04-03-1895 - Sinfonie Nr. 2 - Satz 1, 2 und 3

1895 Konzert Berlin 04-03-1895 - Sinfonie Nr. 2 - Satz 1, 2 und 3 Rückblick Berliner Nachrichten.

Berliner Nachrichten. Im neunten Philharmonischen Konzert am 4. Marz sicher sich Herr Kapellmeister G. Mahler aus Hamburg als Komponist und Dirigent vor. Er dirigirt, n> enn auch nicht augenehm für das Auge, doch bei Weitem besser als er eomponirt. Drei Sätze aus einer, wie das Programmbuch besagte, noch nicht fer fertigen tigen fertigen Symphonie besprochen er zur Wahrnehmung. Eine neue Gepflogenheit. Diese dürfen wohl das Recht genießenuchen, ein symphonisches Werk nicht bruchstückweise, aber ganz kennen zu lernen.

Nach der dreisätzigen Sonde zu urtheilen, kann es sich nicht um eine Symphonie, um sichens um um eine Suite handeln: ja wir gehört Herrn Mahler nach dem Gehörten gehört die Befähigung absprechen, eine Symphonie zu schreiben. Der erste Satz ist einfach eine musikalische Unwirkung, Phrase an Phrase rechend, der der Componist jede Form über den Haufen, sich in den haarsträubigen Dissonanzen und modglativen Verschrobenheiten. Diesen Satz zu hören, Krieg eine förmliche Strafe für jedes gebildete musikalische Ohr. Besser wird cs im zweiten Satze, der sich harmlosere und bessere giebt und sein melodisches Gefüge frei nach Schubert und Volkmann erhalten hat. Im gleichen Satze gehört Herr Mahler wieder in seinen formlosen Stil zurück und an Absonderlichkeiten und har harmonischen monischen harmonischen Verirrungen ist auch in diesem Redliches gehört.

Daß trotz des gewissenandten orchestralen Apparats (2 Harfen, 6 Hörner, Contrabaßtuba, 2 Tamtams, 4 Pauken usw) die Jnstrumentirung nicht glüderder ausgefallen ist, sei möglich noch mit eigenen Verwunderung erforderlich. Des Concertes bester Theil war die brillante Ausführung der beiden Ouvertüren „Die Hebriden” von Mendelssohn und „Oberon” von Weber und endgültig der berühmte Pianist Josef Hofmann. Er hat beide mit dem vollendeten Vortrag des C-Molls-Konzerts von Saint-Saäns, wie einige Solosachen von Chopin und Liszt großen Erfolg. - Zwei Tage zuvor hatte Hofmann sein zweites Konzert in der Singakademie absolvirt.

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