Südwestfriedhof, Südwestfriedhof, Stahnsdorf.

  1. Walter Gropius Senior (1848-1911). Walter Gropius war Bauberater für das Polizeipräsidium in Berlin. Er heiratete Manon Auguste Pauline Scharnweber (1855-1933). Ihr dritter Sohn war der berühmte gleichnamige Bauhausarchitekt. Das Grab von Walter Gropius dem Älteren wurde nach Stahnsdorf verlegt, weil die Nazis in Berlin Friedhöfe geräumt hatten, um Platz für die neue 'Germania' zu machen, die nie gebaut wurde. Vater von Walter Gropius (1883-1969).
  2. Engelbert Humperdinck (1854-1921).
  3. Willem Kes (1856-1934)
  4. Julius Lieban (1857-1940).

Das dramatische Wachstum der Berliner Bevölkerung veranlasste den Berliner Stadtsynodenverband bereits Ende des 19. Jahrhunderts, vor den Toren der Stadt zentrale Friedhöfe einzurichten, die mit „modernen Verkehrsmitteln“ mit der Stadt verbunden werden könnten. Zu diesem Zweck wurden um die Jahrhundertwende Grundstücke in Stahnsdorf, Ahrensfelde und Mühlenbeck gekauft. Es wurden neue Konzepte entwickelt, um das Bestattungsproblem der Stadt und des angrenzenden Ballungsraums langfristig wirtschaftlich und kulturell zu bewältigen.

Auf den drei geplanten großen Friedhöfen sollte jede Gemeinde eine eigene Grabstätte erhalten. Sie sollten in die riesige Struktur integriert werden, die an sich wirtschaftlich handhabbar und erkennbar sein musste. Am 28. März 1909 wurde der Südwestfriedhof offiziell eröffnet. Um eine günstige Verkehrsanbindung zu schaffen, wurde auf Kosten der evangelischen Kirche die S-Bahn-Verbindung nach Stahnsdorf mit separater Friedhofsstation gebaut.

Stahnsdorfer Friedhof.

Aufgrund seiner Größe und seines weitläufigen park- und waldähnlichen Designs entwickelte sich der Südwestfriedhof in den ersten Jahrzehnten seit seiner Eröffnung zu einer der bekanntesten und größten Grabstätten Deutschlands. Zahlreiche Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhestätte, unter anderem Heinrich Zille, Rudolf Breitscheid, Lovis Korinth, Edmund Rumpler, Louis Ullstein sowie die Familie Siemens.

Der Gesamteindruck des Friedhofs wird entscheidend von der Einheit von Garten- und Friedhofskunst, Architektur und Skulpturen bestimmt. Hier arbeiteten die Architekten und Künstler Franz Seeck, Alfred Grenander, Max Taut, Hugo Lederer, Hermann Hosaeus und Emil Cauer, um nur einige zu nennen.

Neben der Grabsteinkunst des 19. und 20. Jahrhunderts ist die Trauerkapelle im Stil norwegischer Stabkirchen das zentrale Gebäude des Südwestfriedhofs. Der königliche Bauvermesser Gustav Werner ließ sich in Skandinavien inspirieren und setzte die Baupläne für die Kapelle zwischen 1908 und 1911 in Kraft.

Dies machte den Friedhof als Kulturdenkmal weit über die Grenzen Berlins hinaus berühmt und beliebt. Bisher ist der Südwestfriedhof Stahnsdorf kultur- und kunsthistorisch von nationaler Bedeutung.

Besonders wichtig für die Geschichte der Stadt Berlin ist die Bestattung von 30,000 Verstorbenen einschließlich der Übergabe der jeweiligen Gräber mit Wandmalereien und Mausoleen nach Stahnsdorf im Zusammenhang mit dem Bau der sogenannten „Nord-Süd-Achse“ im Zuge von der Wiederaufbau der Stadt durch Albert Speer Ende der 1930er Jahre.

Aufgrund der politischen Trennung und des Mauerbaus im Jahr 1961 verlor der Friedhof seine ursprüngliche Funktion als zentraler Friedhof, nachdem er von seinem ursprünglichen Einzugsgebiet abgeschnitten worden war. Infrastruktur, aufsteigende Bauwerke und Denkmäler gingen rapide zurück, große Teile der ehemaligen Gartenanlage sind nur wegen Überwucherung zu erraten.

Die Erhaltung und Erhaltung dieses Friedhofs, der seit mehr als 20 Jahren unter Denkmalschutz steht, nicht nur als Gartendenkmal, sondern auch als Zeugnis der früheren Friedhofskultur, war schon immer ein Anliegen der protestantischen Kirche die schwierigen Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit, die politische Spaltung Deutschlands und Berlins.

Seit 1991 hat die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz mehr als 6 Millionen Euro in die Sanierung von Friedhofsflächen, Gebäuden und Einrichtungen investiert.

Die große Besucherzahl spiegelt das große Interesse an den spezifischen kulturhistorischen und kunsthistorischen Merkmalen des Parks wider. Seit Januar 2000 ist die Stahnsdorf South-Western Cemetery Support Association inc. hat den Schutz des historischen Denkmals und damit die Erhaltung des Kulturdenkmals unterstützt.

Heute wird der Südwestfriedhof Stahnsdorf nicht nur als Begräbnis- und Trauerort gepflegt. Es gewinnt zunehmend an Bedeutung als Lebensraum und Treffpunkt.

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