Stadttheater

  • Adresse: Dammtorstraße.
  • 2,000 Sitze.
  • Jetzt: Hamburger Staatsoper, Hamburgische Staatsoper, Große Theaterstraße Nr. 25.

Mahler trat von der Königlich Ungarischen Oper in Budapest zurück und nahm im Mai 1891 eine Stelle als Chefdirigent am Hamburger Stadttheater an. “Eigentlich bin ich ein bisschen angewidert von der amateurhaften Hektik im Theater", Schrieb er seiner Schwester Justine (Ernestine) Rose-Mahler (1868-1938), April 1891. Sein neuer Assistent war Bruno Schlesinger (später) Bruno Walter (1876-1962)).

Stadttheater.

Die Hamburger Staatsoper ist eine der führenden deutschen Opernkompanien. Das Theater in der Nähe des Gänsemarktplatzes wurde 1678 gegründet und ist damit das älteste öffentliche Opernhaus Deutschlands.

Die Hamburger Oper stammt aus dem 2. Januar 1678, als der Oper am Gänsemarkt mit einer Aufführung eines biblischen Singspiels von Johann Theile eröffnet wurde. Es war kein Hoftheater, sondern das erste öffentliche Opernhaus in Deutschland, das von den kunstliebenden Hamburger Bürgern, einem wohlhabenden Mitglied der Hanse, gegründet wurde.

Die Hamburger Bürgeroper widersetzte sich der Dominanz des italienischen Stils und wurde schnell zum führenden Musikzentrum des deutschen Barock. Im Jahr 1703 engagierte sich Georg Friedrich Handel als Geiger und Cembalist, und die Aufführungen seiner Opern ließen nicht lange auf sich warten. 1705 gab Hamburg die Weltpremiere seiner Oper Nero.

1721 trat Georg Philipp Telemann, eine zentrale Figur des deutschen Barock, in die Hamburger Oper ein, und in den folgenden Jahren waren Christoph Willibald Glück, Johann Adolph Hasse und verschiedene italienische Unternehmen unter den Gästen.

Als Ersatz für die alternde Holzkonstruktion wurde am 18. Mai 1826 der erste Stein für das Stadttheater auf dem heutigen Gelände der Hamburger Staatsoper gelegt. Das neue Theater mit 2,800 Plätzen wurde weniger als ein Jahr später mit Beethovens Bühnenmusik für Egmont eingeweiht.

Das Gebäude wurde 1873 renoviert, als sowohl das Äußere als auch das Innere im damaligen „Gründerzeit“ -Stil umgebaut wurden, und erneut 1891, als die elektrische Beleuchtung eingeführt wurde.

Unter der Leitung von Bernhard Pollini (1838–1897)Im Jahr 1879, dem Jahr von Wagners Tod, wurde ein Zyklus mit neun seiner Opern begonnen. Die musikalischen Leiter Hans von Bülow (1830-1894) (von 1887 bis 1890) und Gustav Mahler (von 1891 bis 1897) trugen ebenfalls zum Ruhm des Opernhauses bei.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Oper ein wichtiger Bestandteil des Theaterrepertoires. Unter den 321 Aufführungen in der Spielzeit 1907/08 waren 282 Aufführungen von Opern. Das Stadttheater spielte nicht nur etabliertes Repertoire, sondern auch neue Werke wie Paul Hindemiths Sancta Susanna, Igor Strawinskys The Soldier's Tale, Ernst Kreneks Jonny spielt auf und Leoš Janá? Ek's Jen? Fa. Ferruccio Busonis Die Brautwahl (1912) und Erich Wolfgang Korngolds Die tote Stadt (1920) hatten beide ihre Weltpremieren in Hamburg. In den 1930er Jahren, nach der Machtübernahme Hitlers, wurde das Opernhaus in Hamburgische Staatsoper umbenannt.

Stadttheater.

In der Nacht vom 2. August 1943 wurden sowohl das Auditorium als auch die benachbarten Gebäude bei Luftangriffen durch Brandbomben zerstört. Ein niedrig fliegendes Flugzeug warf mehrere Benzin- und Phosphorbehälter auf die Mitte des Daches des Auditoriums und verwandelte es in einen Brand.

Die heutige Staatsoper wurde am 15. Oktober 1955 mit Mozarts Die Zauberflöte eröffnet. Hamburg widmete sich weiterhin neuen Werken wie Hans Werner Henzes Der Prinz von Homburg (1960), Strawinskys Die Flut (1963), Gian Carlo Menottis Hilfe, Hilfe, den Globolinks! (1968) und Mauricio Kagels Staatstheater (1971).

1967 übertrug die Hamburger Staatsoper unter der Leitung von Joachim Hess als erste Kompanie ihre Opern in Farbe im Fernsehen, beginnend mit Die Hochzeit des Figaro (eine deutsche Übersetzung von Le Nozze di Figaro). Zehn dieser Fernsehproduktionen wurden von ArtHaus Musik als Kultoper der 1970er Jahre sowie separat auf DVD veröffentlicht. Alle diese wurden unabhängig von der Originalsprache auf Deutsch aufgeführt (sechs wurden auf Deutsch, einer auf Französisch, zwei auf Englisch und einer auf Italienisch geschrieben).

In jüngerer Zeit gab Hamburg die Weltpremieren von Wolfgang Rihms The Conquest of Mexico (1992) und Helmut Lachenmanns The Little Match Girl (1997), für die es international viel Anerkennung erhielt. Das Unternehmen wurde 1997 und 2005 von der deutschen Zeitschrift Opernwelt als „Opernhaus des Jahres“ ausgezeichnet.

Die australische Dirigentin Simone Young wurde zu Beginn der Spielzeit 2005/06 Generaldirektorin und Chefdirigentin der Hamburger Staatsoper. Ab der Saison 2015/16 wird sie von Georges Delnon als Intendant und Kent Nagano als Chefdirigent abgelöst.

Stadttheater.

Stadttheater. Plakette Gustav Mahler (1860-1911) von Milan Knobloch, 1998.

Stadttheater. Plakette.

Stadttheater. Plakette.

Stadttheater.

Stadttheater. Buste Gustav Mahler (1860-1911) im Foyer.

Stadttheater. Buste.

Stadttheater. Buste Plakette.

Stadttheater. Foyer. Buste hinten.

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