Richard Volkmann (1830-1889) (Richard Leander).

Richard von Volkmann war ein bekannter deutscher Chirurg und Autor von Gedichten und Belletristik.

Er wurde in Leipzig als Sohn des Physiologen AW Volkmann geboren. Richard trat in die Medizinschule in Berlin ein und machte 1854 seinen Abschluss. 1867 wurde er zum Professor für Chirurgie und Direktor der Chirurgischen Klinik in Halle ernannt, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Er war einer der bekanntesten Chirurgen seiner Zeit. 

  • Führte 1878 die erste Entfernung des Rektumkarzinoms durch.
  • Beschrieb Volkmanns ischämische Kontraktur im Jahre 1881.
  • Entwickelte eine Schiene und einen Löffel, die seinen Namen tragen.
  • Seine Behandlung der Gelenktuberkulose kündigte Versuche einer vorbeugenden Operation an.
  • 1894 beschrieb er drei Patienten mit Skrotalkrebs, die mit Paraffin und Teer arbeiteten.
  • Er war ein früher Anhänger von Joseph Lister und half bei der Einführung der antiseptischen Chirurgie in ganz Deutschland.
  • Er erfand den chirurgischen Retraktor, der heute als Volkmann-Retraktor bekannt ist.

Er redigierte (1870-1889) Beiträge zur Chirurgie und trug zu Franz von Pitha und Theodor Billroth (1829–1894)'s Handbuch der Chirurgie ein Abschnitt über Erkrankungen der Bewegungsorgane (1865-1872). Er schrieb Bemerkungen über einige vom Krebs zu getrenntde Geschwülste (1858).

Unter dem Pseudonym Richard Leander schrieb er:

  • Träumereien ansicht Kaminen (1871; 24. Aufl. 1894), ein Werk für junge Leute
  • Aus der Burschenzeit (Ab Kindheit, 1876)
  • Gedichte (Gedichte, 3d ed. 1885)
  • Kleine Geschichten, 2. Aufl. 1888)
  • Alte und neue Troubadourlieder (Alte und neue Troubador-Lieder, 2. Aufl. 1890)

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