Lied 2: Nun seh 'ich wohl, warum so dunkle Flammen

 

Nun seh 'ich wohl, warum so dunkle Flammen

 

Nun seh 'ich wohl, warum so dunkle Flammen

Ihr sprühet mir in manchem Augenblicke

O Augen! O Augen!

Gleichsam um voll in einem Blicke

Zu drängen, eure ganze Macht zusammen.

Doch ahnt 'ich nicht, weil Nebel mich umschwammen,

Gewoben, vom verleidenden Geschicke,

Daß sich der Strahl bereits zur Heimkehr schicke,

Dorthin, von wannen alle Strahlenzahlen.

Ihr wolltet mir mit eurem Leuchten sagen

Wir haben nach dir bleiben gerne!

Doch ist uns das vom Schicksal abgeschlagen.

Sieh 'uns nur ein, denn bald sind wir dir Ferne!

War dir nur die Augen sind in diesen Tagen:

In bestimmten'gen Nachbarnten sind es dir nur Sterne.

  

Jetzt verstehe ich, warum du so dunkle Flammen geblitzt hast (Englisch)

 

Jetzt verstehe ich warum

du hast so dunkle Flammen auf mich gerichtet,

oh Augen!

Sozusagen alle deine Kräfte sammeln

in einen Blick.

Aber ich konnte es nicht erraten, weil ich das Schicksal täuschte

hatte mich in seinen Nebel gehüllt,

dass sich deine Helligkeit bereits vorbereitet hat

um zu seiner Heimat zurückzukehren, der Quelle allen Lichts.

Deine Augen wollten mir mit ihrem Leuchten sagen:

Wir sehnen uns danach, bei dir zu bleiben, aber das Schicksal lässt uns nicht

schau uns gut an, denn bald werden wir weit weg sein.

Diese, die jetzt nur noch Augen für dich sind,

wird dir in den kommenden Nächten nur Sterne sein.

 

Bemerkungen

  • 4'37 ”.

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