Mäßig, nicht gehetzt, Sonatenform. Flöten und Schlittenglocken öffnen den ungewöhnlich zurückhaltenden ersten Satz (und werden später mit einem melodischen Thema verwendet, das allgemein als "Glockenthema" bekannt ist und dabei hilft, Abschnitte im gesamten Satz zu definieren), das oft als klassisch ausgeglichen beschrieben wird. Wie für den ersten Satz einer Symphonie zu erwarten, liegt der erste Satz von Mahlers Sinfonie Nr. 4 in Sonatenform vor.

Skizze Satz 1: Bedachtig-nicht eilen-recht gemachlich.

Skizze Satz 1: Bedachtig-nicht eilen-recht gemachlich.

Skizze Satz 1: Bedachtig-nicht eilen-recht gemachlich.

Manuskript Satz 1: Bedachtig-nicht eilen-recht gemachlich.

Bedachte. Nicht eilen - Recht gemachte (absichtlich. In aller Ruhe - sehr gemächlich). Einige einleitende Takte, in denen der Klang von Flöten und Schlittenglocken vorherrscht (die "Narrenmütze und Glocken", so Adorno, der diese Eröffnung mit der "Es war einmal" der Märchen verglich), führen in den ersten eigentlichen Satz, der beginnt 'als ob es nicht wüsste, wie man bis vier zählt'. Das anfänglich aufsteigende Thema, typisch Wiener Charakter, gehört zu einer größeren Familie ähnlicher Melodien in Mahlers Werken. Kurz darauf folgt ein zweites Thema auf den unteren Saiten, das ebenso ruhig wie pastoral ist. Diese Einfachheit wird jedoch bald durch einen Entwicklungsabschnitt widerlegt, in dem die verschiedenen Motive kombiniert, miteinander verbunden, transformiert und untrennbar miteinander verbunden oder, wie Erwin Stein sagt, „wie ein Kartenspiel gemischt“ werden. Immer wieder erzeugen sie neue Motive, bleiben aber selbstständig erkennbar, werden ständig in immer neuen Kombinationen nebeneinander gestellt oder überlagert.

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