War ursprünglich Teil von Des Knaben Wunderhorn. Sehen: Einleitung Des Knaben Wunderhorn, 12 Lieder Nummer 3.

Sehr bequem. Strophisch. Der vierte Satz beginnt mit einer entspannten, bukolischen Szene in G-Dur. Ein Kind, das von einer Sopranistin geäußert wird, präsentiert eine sonnige, naive Vision des Himmels und beschreibt das Fest, das für alle Heiligen vorbereitet wird. Die Szene hat ihre dunkleren Elemente: Das Kind macht deutlich, dass das himmlische Fest auf Kosten der Tiere stattfindet, einschließlich eines geopferten Lammes. Die Erzählung des Kindes wird durch schnellere Passagen unterbrochen, die den ersten Satz rekapitulieren.

Im Gegensatz zum letzten Satz traditioneller Symphonien ist der vierte Satz von Mahlers Nr. 4 im Wesentlichen ein Lied, das Verse mit Zwischenspielen, einem Auftakt und einem Nachspiel (eine strophische Struktur) enthält. Wenn das Nachspiel zu hören ist, gibt es eine Modulation zu E-Dur (dem Tonika-Dur des relativen Moll) und bleibt ungewöhnlich in dieser Tonart, wodurch die Symphonie von der Tonika von G-Dur entfernt endet. In diesen Passagen sind auch einige Verbindungen zur Dritten Symphonie zu hören.

Partitur Satz 4: Lied: Das himmlische Leben.

Partitur Satz 4: Lied: Das himmlische Leben.

Klavier spielen Satz 4: Lied: Das himmlische Leben.

Manuskriptorchester Satz 4: Lied: Das himmlische Leben.

Sehr behaglich (sehr zufrieden). Im Wunderhorn-Gedicht Das himmlische Leben werden die musikalischen und vor allem gastronomischen Freuden des Himmels mit einer Begeisterung, Begeisterung und Präzision beschrieben und katalogisiert, die Mahler begeisterte. Er forderte den Sopransolisten auf, "einen freudigen, kindlichen Ausdruck anzunehmen, der völlig frei von Parodien ist". Seine Zeitgenossen fanden diese Naivität einzigartig falsch und betroffen und beurteilten sie als noch skandalöser und verdächtiger als alles, was zuvor geschehen war, nicht zuletzt angesichts der Raffinesse und vor allem der Orchestrierung des Werks.

Für die heutigen Hörer scheint es unvorstellbar, dass dieses schöne Lied, so frisch und rein und so erstaunlich reich an melodischen Erfindungen, von fast allen frühen Zuschauern so schlecht aufgenommen wurde. Die leuchtende, strahlende, erhabene Coda in E-Dur - "himmlische" Musik, wenn es sie jemals gab - lässt uns völlig davon überzeugt, dass "keine Musik auf Erden mit der der himmlischen Sphären vergleichbar ist". Es lehrt uns auch, dass Männer wie Mahler, die in ihrem Leben und ihrer Kunst bereitwillig alle Frustrationen, Herzschmerz und Tragödien des menschlichen Zustands sowie seine Zweifel, Unsicherheiten und Zweideutigkeiten akzeptiert haben, immer noch hoffen können, in das Himmelreich einzutreten .

Was macht es aus, wenn dieses Paradies, „dargestellt mit den Merkmalen eines rustikalen Anthropomorphismus“ (um Adorno zu zitieren), fast zu konkret und zu beruhigend erscheint, als dass wir vollständig daran glauben könnten, da wir an die mystische Resignation der letzten Sätze glauben der Neunten Symphonie und Das Lied von der Erde?

 

Das himmlische Leben

 

Wir haben die himmlischen Freuden,

D'rum tun wir das Irdische meiden.

Kein weltlich 'Getümmel

Hört man nicht im Himmel!

Lebt alles in sanftester Ruh '.

 

Wir geben ein englisches Leben,

Sind gehört ganz lustig daneben;

Wir tanzen und springen,

Wir hießen und singen,

Heiliger Peter im Himmel sieht zu.

 

Johannes das Lämmlein auslasset,

Der Metzger Herodes d'rauf Passet.

Wir geben ein geduldiges,

Unschuldig's, geduldig's,

Ein liebliches Lämmlein zu Tod.

 

Sanct Lucas den Ochsen tät schlachten

Ohn 'verein's Interessen und Achten.

Der Wein kost 'kein Heller

Im himmlischen Keller;

Die Englein, die backen das Brot.

 

Gut 'Kräuter von allerhand Arten,

Die Gefühle im himmlischen Garten,

Gut 'Spargel, Fisolen

Und war wir nur wollen.

Ganze Schüsseln voll sind uns bereit!

 

Gut 'Äpfel, gut' Birn 'und gut' Trauben;

 Die Gärtner, die alles erledigt.

Willst Rehbock, will Hasen,

Aufstehende Straßen

Sie laufen herbei!

 

Sollt 'ein Fasttag etwa kommen,

Alle Fische gleich mit Freuden angeschwommen!

Dort läuft schon Sanct Peter

Mit Netz und mit Köder

Zum himmlischen Weiher gehört.

Sanct Martha die Köchin muß sein!

 

Kein 'Musik ist ja nicht auf Erden,

Die unsrer verglichen kann werden werden.

Elftausend Jungfrauen

Zu tanzen sich trauen.

Sanct Ursula selbst dazu Lacht!

 

Cäcilia mit ihren Einstellungen

Sind treffliche Hofmusikanten!

Die englischen Stimmen

Ermuntern die Sinnen,

Daß alles für Freuden erwacht.

 

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