Lied 7: Scheiden und Meiden

"Scheiden und Meiden" (Partings) untersucht das metrische Nebeneinander von zwei und drei, das in "Ablösung im Sommer" verwendet wird. "Trompetenartig" ist der erste Ausdruck in der Musik, wenn F-Dur-Arpeggios aus Tuba und Klavier aufsteigen. Trotz der wiederholten aufsteigenden Passagen ist die erste Dynamik das Klavier, daher sollte der Tubist sich bemühen, präzise zu sein, um mit der weichen Dynamik zu beginnen.

In diesem Lied muss der Pianist darauf achten, der Dynamik zu folgen, die nicht immer mit der des Tubisten übereinstimmt. Der rhythmische Motor des wiederholten Ostinatos im Klavier liefert die treibende Kraft für diesen ersten Teil des Liedes. Wie der Text feststellt: „Dort ritten drei Reiter“, ahmt der Klavierrhythmus ein durch Richard Wagner bekanntes Reitmotiv nach. Wenn das Lied eine neue Taktart eingibt (von Triple auf Duple umschaltet), verlangsamt es sich nur geringfügig; Die Achtelnote sollte jedoch durch diesen Zählerwechsel relativ konstant bleiben. In Takt 23 und 24 werden breite Drillinge notiert, die sowohl dem Pianisten als auch dem Tubisten die Möglichkeit bieten, diesen Duple-Abschnitt musikalisch zu verlangsamen und zu erweitern, bevor die pferdeartige Melodie wieder in das Klavier zurückkehrt und uns zwingt, in strenger Zeit zu bleiben.

Die melodische Aufregung, die mit diesem Song verbunden ist, und der Kontrast zwischen den Doppel- und Dreifachabschnitten machen diesen Song als Performer oder Hörer interessant. Es würde gut als Schlusslied funktionieren, wenn man diese Sammlung von Werken aufführt, sollte man sich entscheiden, nicht die gesamte Sammlung zu programmieren. 

Zusammen mit zwei Liedern aus Band I zu Worten von Leander (Richard Volkmann (1830-1889)) wurde dies am 13. November 1889 in Budapest von Bianca Bianchi, einem angesehenen Mitglied des Budapester Opern-Teams von Mahler, aufgeführt, die „sehr diskret von Regisseur Mahler am Klavier begleitet wurde… zu lebhaftem Applaus und mit Herrn Mahler wiederholt zurückgerufen wurde . ” So schrieb der Kritiker des Pester Lloyd. Während derselbe Rezensent ein wenig kritisch gegenüber vermeintlichen Diskrepanzen zwischen Wörtern und Musik in den anderen Liedern war, stellte er fest, dass in „Scheiden und Meiden“ die „richtige Note getroffen wird… dies wird in der Art eines echten Volksliedes gehalten und nur bei Das Ende ist ein wenig abgelenkt von dem künstlerisch gehandhabten Gesangsteil, der fast ausschließlich konzertant zwei Oktaven hochschwebt. “ Er bezieht sich hier eindeutig auf die viermal wiederholten oberen Fs32 (kaum zwei Oktaven!) Auf dem Wort „Ade!“, Die tatsächlich den Höhepunkt der klimatischen Coda bilden. Die ereignisreiche Komprimierung des Songs wird durch die Dringlichkeit des Galoppierens der drei Fahrer außerhalb der Stadt am frühen Morgen hinter dem Fenster des Schatzes des Sängers bestimmt. In diesem überfüllten Raum schafft es Mahler, drei Stimmungen entgegenzukommen: eine kühne Abschiedsgeste gegenüber dem Mädchen, während die Hufe in unerbittlich gepunktetem Rhythmus donnern; einer, der über die Worte „Ja, Abschied nehmen und gehen, verursacht Schmerzen!“ nachdenkt, wo der gepunktete Rhythmus für einen Moment aufhört; und ein anderer, mit dem Rhythmus, aber in einem gedämpften Klavier in Tonika, kleidet zuerst die Worte "Wenn wir uns dann trennen müssen ...", dann ziemlich unheimlich "das Kind in der Wiege verabschiedet sich bereits". Unnötig zu erwähnen, dass dieses Lied nach einem versierten Sänger fragt, der schnell auf seine sich schnell ändernden Stimmungen reagieren kann.

"Lebewohl und Verzicht". Original deutsches Volkslied: „Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus“.

 

Scheiden und Meiden

 

Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus,

Ade!

Feins Liebchen erkennen zum Fenster hinaus,

Ade!

Und wenn es denn soll geschieden sein,

Also reich mir dein goldenes Ringelein.

Ade! Ade! Ade!

Ja scheiden und meiden tut weh.

 

Und der uns scheidet, das ist der Tod,

Ade!

Er scheidet so manches Jungfräulein rot,

Ade!

Und wär doch wurde der liebe Leib

der Liebe ein süßer Zeitvertreib.

Ade! Ade! Ade!

Ja scheiden und lassen tut weh.

 

Es scheidet das Kind wohl in der Wieg,

Ade!

Wenn werd ich mein Schätzel wohl kriegen?

Ade!

Und ist es nicht morgen, ach, wär es doch heut,

Es macht uns allbeiden gar große Freud,

Ade! Ade! Ade!

Ja scheiden und meiden tut weh.

 

 

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