Lied 7: Rheinlegendchen

Rheinlegendchen ist vielleicht das zarteste der Schauplätze und beschäftigt, wie viele andere pastoraler Art, einen 3/8 Meter. Es ist ziemlich leicht getroffen und sehr gemächlich im Tempo. Es beschreibt die Geschichte eines Mädchens, das seinen Ring ins Meer wirft und hofft, dass ihre wahre Liebe ihn findet. Der Ring wird von einem Fisch verschluckt, der auf dem Tisch des Königs landet. Beim Öffnen des Fisches wird der Ring vom Liebhaber des Mädchens entdeckt und beansprucht. All dies ist natürlich ein Traum des Mädchens, das über Möglichkeiten nachdenkt, ihren Schatz an ihrer Seite zu halten.

 

Rheinlegendchen

 

Glatze gras'ich am Neckar,

Glatze Gras ich bin Rhein,

bald hab 'ich ein Schätzel,

bald bin ich allein!

 

Was hilft mir das Grasen,

wenn d 'Sichel nicht schneid't,

war hilft mir ein Schätzel,

wenn's bei mir nicht bleibt!

 

Also soll ich denn grasen

bin Neckar, bin Rhein;

Also werf 'ich mein goldenes

Ringlein wahr.

 

Es fühltet im Neckar

und Schwierigkeitenet im Rhein,

soll verloren haben

ins Meer tief hinein.

 

Und schwimmt es, das Ringlein,

so frißt es ein Fisch!

Das Fischlein soll kommen

auf's König sein Tisch.

 

Der König tut fragen,

wenn's Ringlein sollt 'sein?

Da tun mein Schatz sagen: 

"Das Ringlein g'hörendes mein!"

 

Mein Schätzlein gehört springen

bergauf und bergein,

Tät mir mir wied'rum bringen

das Goldringlein fein.

 

Kannst grasen am Neckar,

können grasen am Rhein,

Wirf du mir nur immer

dein Ringlein wird!

 

Rechtschreibfehlerbericht

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