Lied 9: Wo die schonen Trompeten blasen

Wo die schönen Trompetten blasen ist ein weiteres eher trauriges, aber schmerzhaft schönes Lied. Dieses Lied kombiniert Elemente des Militärs und der Seelsorge. Die Trompeten- und Hornrufe sind jedoch leise, und wir haben es mit einem Treffen zweier Liebender zu tun, bevor der Mann in den Krieg zieht. Die Hornrufmusik kontrastiert mit dem warmen Dialog der Liebenden in dreifacher Zeit. Es gibt eine Art musikalische Katharsis, wie der junge Mann sein Haus beschreibt, in dem die hellen Trompeten spielen, aber dies wird sofort durch die Erwähnung des grünen Grases beseitigt, was bedeutet, dass sein zukünftiges Zuhause das Grab ist.

 

Wo die schonen Trompeten blasen

 

Wer ist denn gehört und wer klopfet an,

der mich so leise wecken kann?

Das ist der Herzallerliebste dein,

steh 'auf und laß mich zu dir ein!

 

War ich hier nun nun steh'n?

Ich seh 'die Morgenröt aufgeh'n,

die Morgenröt, zwei helle Stern ',

Bei meinem Schatz da wärme ich gern!

bei meiner Herzallerliebsten!

 

Das Mädchen steht auf und gehört ihn ein,

sie heißt ihn auch wilkommen sein.

 Willkommen, lieber Knabe mein!

So lang hast du gestanden!

 

Sie reicht 'ihm auch die schneeweiße Hand.

Von ferne sang die Nachtigall,

das Mädchen fing zu hören an.

 

Ach weine nicht, du Liebste mein!

Auf's Jahr sollst du mein Eigen sein.

Mein Eigen sollst du werden gewiß,

wie ist keine sonst auf Erden ist!

O Lieb auf grüner Erden.

 

Ich zieh 'in Krieg auf grüner Heid':

die grüne Heide, die ist so weit!

Allwo dort die schönen Trompeten blasen,

da ist mein Haus, von grünem Rasen!

 

 

Rechtschreibfehlerbericht

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