Anna Bahr-von Mildenburg (1872-1947).

  1. 1896 Konzert Hamburg 02-04-1896.
  2. 1897 Konzert Hamburg 30-01-1897 (Klavier).
  3. 1897 Konzert Hamburg 01-02-1897 (Klavier).
  4. 1897 Konzert Hamburg 16-04-1897.
  5. 1901 Konzert Wien 17-02-1901 - Das klagende Lied.
  6. 1902 Konzert Wien 20-01-1902 - Sinfonie Nr. 4, Das klagende Lied.
  7. 1907 Oper Wien 19-05-1907. Isolde: 3. Akt: Lilli Lehmann (1848-1929) singt wegen Unwohlsein von Anna Bahr-von Mildenburg (1872-1947).

Anna von Mildenburg war eine bedeutende Wagner-Sopranistin österreichischer Nationalität. Nach ihrer Heirat 1909 als Anna Bahr-Mildenburg bekannt, war sie während seiner musikalischen Leitung an der Hamburger Staatsoper Schützling des Komponisten / Dirigenten Gustav Mahler. 1898 brachte Mahler sie an die Wiener Oper, wo sie sich während seiner gefeierten Amtszeit als Musikdirektorin als einer der großen Stars etablierte.

Anna Bellschan von Mildenburg wurde in Wien, der österreichischen Hauptstadt, geboren, um ihren vollständigen Mädchennamen zu nennen. Sie studierte Stimme mit Rosa Papier-Paumgartner (1858-1932) und Johannes Ress am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und dann privat bei Cosima Wagner und Mahler. Sie hatte eine Affäre mit letzterem, die bis 1897 dauerte.

Von Mildenburg gab 1895 in Hamburg ihr Operndebüt und sang die Rolle der Brünnhilde in The Ring Cycle unter Mahlers Leitung. 1897 spielte sie dann die Rolle der Kundry in Parsifal bei den Bayreuther Festspielen und übernahm auch die Mezzosopran-Rolle von Ortrud in Tannhäuser. Cosima Wagner, die Witwe des Komponisten, wurde ihre Mentorin in Bayreuth, und sie spielte vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 alle wichtigen Wagner-Sopranpartien auf dem Festival.

Verheiratet mit: Hermann Bahr (1863-1934).

Gustav Mahler

Gustav Mahler brachte sie erstmals 1898 an die Wiener Staatsoper, wo sie unter Vertrag genommen wurde und bald enormen Erfolg hatte. Allein in ihrer ersten Saison verdiente sie 14,000 Gulden (ca. 112,000 € im Jahr 2008). Ihre Statur im Opernhaus entsprach der von Mahler, dem damaligen Musikdirektor des Establishments. Sie trat bis 1917 an der Wiener Staatsoper auf und dann wieder zwischen 1919 und 1920. Zu ihren berühmtesten Auftritten in dieser Zeit gehörte die Übernahme von Isoldes Rolle in einer berühmten Produktion von Tristan und Isolde unter Mahlers Führung.

Sie kannte Gustav Mahler, bevor er nach Wien ging. Ihr Debüt in Hamburg 1895 wurde von Gustav Mahler dirigiert. Sie hatten von Anfang 1895 bis 1897 eine Beziehung in Hamburg. Laut Natalie Bauer war die Beziehung streng platonisch. 80 Korrespondenzstücke zwischen den beiden haben überlebt. Sie arbeitete von 1898 bis 1917 an der Hofoper in Wien und heiratete 1909 den Schriftsteller Hermann Bahr. Viele Informationen über Gustav Mahler finden sich in ihren Erinnerungen „Erinnerungen“ (1921). Anna von Mildenburg ist die einzige Frau in Mahlers Leben, von der man nicht sagen kann, dass sie konventionell schön war. In ihrem Fall war der entscheidende Faktor vielmehr die Macht einer Frau, die nur als dämonisch bezeichnet werden kann.

London

Außerhalb von Wien sang von Mildenburg in London am Royal Opera House in Covent Garden und spielte dort 1906 Isolde und Elizabeth in Tannhäuser sowie Klytemnestra in der ersten Londoner Produktion von Richard Strauss 'Elektra. Ihr Repertoire beschränkte sich jedoch nicht auf Werke von Strauss und Wagner. Sie trat im Laufe ihrer Karriere auch in Beethovens Fidelio, Bellinis Norma, Mozarts Don Giovanni und Webers Oberon auf.

Von 1922 bis 1927 war von Mildenburg Gastkünstler bei den Salzburger Festspielen und trat unter anderem in Hugo von Hofmannsthals Bühnenwerk Das Salzburger Grosse Welttheater auf. Nach ihrem Rücktritt von der Oper gab sie Gesangsunterricht in München. In München unterrichtete sie unter anderem Lilian Benningsen, Fritz Schaetzler und den bekannten Wagner-Tenor Lauritz Melchior, der sie 1922 konsultierte. Nach 1929 unterrichtete sie Gesang an der Internationalen Mozarteum-Sommerakademie in Salzburg, Österreich, kehrte aber kurz zurück die Bühne 1930, um ein letztes Klytemnestra in Augsburg zu singen.

Aufgrund der Erfordernisse des Zweiten Weltkriegs zog sie sich schließlich aus dem Unterricht zurück und starb 1947. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem österreichischen Autor, Dramatiker und Kritiker Hermann Bahr, wurde sie an einem Ehrenplatz auf dem Salzburger Gemeindefriedhof beigesetzt.

Es ist bekannt, dass nur eine seltene Aufnahme von Mildenburg erhalten geblieben ist. Es besteht aus einem Teil der Arie „Ozean! du mächtiges Monster “, auf Deutsch gesungen, aus Oberon von Carl Maria von Weber. Die Aufnahme wurde 1904 hergestellt und auf CD auf den Labels Marston und Symposium neu aufgelegt. Es untermauert ihren Ruf als erstklassige Sängerin von beeindruckender Kraft und Autorität, die starke hohe Töne besitzt und in den Jahren ihrer Blütezeit eine stetige Emission von rundem Ton erzeugt.

Anscheinend war sie auch eine denkwürdige, wenn auch stilisierte Schauspielerin mit einer starken Bühnenpräsenz. 1936 veröffentlichte sie sogar einen Leitfaden für Sänger, in dem sie erklärte, wie man in Wagner nach der von ihr als „authentisch“ bezeichneten Bayreuther Methode handelt und gestikuliert.

 

Anna Bahr-von Mildenburg (1872-1947) und über Hermann Bahr (1863-1934).

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