Charles Stanford (1852-1924). Karikatur von Stanford von Spy, Vanity Fair (1905).

  • Beruf: Dirigent, Komponist.
  • Residenzen: Dublin, Leipzig, Berlin, London.
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 30 Dublin, Irland.
  • Gestorben: 29-03-1924 London, England.
  • Begraben: 02-04-1924 Er wurde am 02-04-1924 im Golders Green Crematorium eingeäschert und seine Asche wurde am folgenden Tag (03-04-1924) in der Westminster Abbey begraben.

Sir Charles Villiers Stanford war ein irischer Komponist, Musiklehrer und Dirigent. Stanford wurde in einer wohlhabenden und sehr musikalischen Familie in Dublin geboren und an der Universität von Cambridge ausgebildet, bevor er in Leipzig und Berlin Musik studierte. Er war maßgeblich daran beteiligt, den Status der Cambridge University Musical Society zu verbessern und internationale Stars für ihre Auftritte zu gewinnen.

Während seines Studiums wurde Stanford zum Organisten des Trinity College in Cambridge ernannt. 1882, im Alter von 29 Jahren, war er einer der Gründungsprofessoren des Royal College of Music, wo er für den Rest seines Lebens Komposition unterrichtete. Ab 1887 war er auch Professor für Musik in Cambridge. Als Lehrer war Stanford skeptisch gegenüber der Moderne und stützte seinen Unterricht hauptsächlich auf klassische Prinzipien, wie sie in der Musik von Brahms veranschaulicht werden. Unter seinen Schülern befanden sich aufstrebende Komponisten wie Gustav Holst und Ralph Vaughan Williams, deren Ruhm seinen eigenen übertraf. Als Dirigent bekleidete Stanford Posten beim Bach-Chor und beim alle drei Jahre stattfindenden Musikfestival in Leeds.

Stanford komponierte eine beträchtliche Anzahl von Konzertwerken, darunter sieben Symphonien, aber seine bekanntesten Stücke sind seine Chorwerke für kirchliche Aufführungen, die hauptsächlich in anglikanischer Tradition komponiert wurden. Er war ein engagierter Opernkomponist, aber keine seiner neun vollendeten Opern hat im allgemeinen Repertoire Bestand. Einige Kritiker betrachteten Stanford zusammen mit Hubert Parry und Alexander Mackenzie als verantwortlich für eine Renaissance der Musik von den britischen Inseln. Nach seinem auffälligen Erfolg als Komponist in den letzten zwei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurde seine Musik jedoch im 20. Jahrhundert von der von Edward Elgar sowie ehemaligen Schülern in den Schatten gestellt.

In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts hinderten ihn Stanfords akademische Pflichten nicht daran, zu komponieren oder aufzutreten. Er wurde 1885 zum Dirigenten des Bach-Chors in London ernannt und trat die Nachfolge seines Gründungsdirigenten Otto Goldschmidt an. Er hatte das Amt bis 1902 inne. Hans von Bülow dirigierte im Januar 1888 die deutsche Uraufführung von Stanfords Irish Symphony in Hamburg und war von der Arbeit ausreichend beeindruckt, um sie kurz darauf in Berlin zu programmieren. Richter dirigierte es in Wien und Mahler später dirigierte es in New York.

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