Edyth Walker (1867-1950).

  • Beruf: Mezzosopran.
  • Beziehung zu Mahler: Arbeitete mit Gustav Mahler. Am Ende der Saison 1902-1903 verließ Walker nach einem Streit mit Gustav Mahler abrupt ihre Position in Wien.
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 27-03-1867 Hopewell, New York, Amerika.
  • Gestorben: 19-02-1950 New York, Amerika. 79 Jahre alt.
  • Begraben: 00-00-0000 
  1. 1901 Konzert Wien 17-02-1901 - Das klagende Lied.
  2. 1902 Konzert Wien 20-01-1902 - Sinfonie Nr. 4, Das klagende Lied.

Edyth Walker war ein amerikanischer Opernsänger, der von den 1890er bis 1910er Jahren eine aktive internationale Karriere hatte. Sie begann ihre Karriere mit Rollen aus dem Mezzosopran-Repertoire, fügte aber später auch erfolgreich mehrere Sopran-Parts zu ihrem Repertoire hinzu. Während sie in italienischen und französischen Opern auftrat, hatte sie eine klare Affinität zu Werken in deutscher Sprache. Sie zeichnete sich besonders in den Opern von Richard Wagner aus. Nachdem sie sich von der Bühne zurückgezogen hatte, war sie sowohl in Frankreich als auch in den USA als Gesangslehrerin tätig. Ihre Stimme ist auf mehreren Grammophonaufnahmen erhalten, die zwischen 1902 und 08 hauptsächlich für die Stimme seines Meisters gemacht wurden.

Walker wurde in Hopewell, New York, geboren und hatte ihre musikalische Erstausbildung in ihrer Kirche in ihrer Heimatstadt, wo sie im Chor sang und im Alter von 14 Jahren mit der Aufführung von Soli begann. Sie nahm eine Stelle als Lehrerin in Utica, New York, an Sie war auch als Solistin in ihrer Kirche tätig. Sie nahm an einem Gesangswettbewerb teil und gewann diesen, wodurch sie ein Stipendium erhielt, mit dem sie in Europa Gesang studieren konnte. Sie kam 1891 nach Dresden, wo sie Schülerin von Aglaia Orgeni wurde. Später studierte sie Gesang bei Marianne Brandt in Wien.

Walker gab 1892 ihr professionelles Debüt als Konzertsängerin im Gewandhaus in Leipzig. Am 11. November 1894 gab sie ihr professionelles Operndebüt an der Berliner Staatsoper als Fidès in Giacomo Meyerbeers Le Prophète. Im folgenden Jahr wurde sie Mitglied der Wiener Staatsoper, wo sie acht Spielzeiten lang eine führende Mezzosopranistin des Unternehmens war. Sie sang insbesondere die Rolle der Magdalena in der Wiener Uraufführung von Wilhelm Kienzls Der Evangelimann im Jahr 1896. Sie wurde auch in Wien für ihre Interpretation der Rolle von Amneris in Giuseppe Verdis Aida sehr bewundert.

Edyth Walker (1867-1950) Zuhause.

Während seines Vertrags in Wien gastierte Walker mit anderen europäischen Theatern. Sie trat zum ersten Mal in Großbritannien am Royal Opera House in London auf und sang am 16-05-1900 die Rolle der Amneris. Von 1900 bis 1901 sang sie mehrere weitere Rollen in Covent Garden, alle aus dem Wagner-Repertoire, darunter Erda in Siegfried, Fricka in Die Walküre und Das Rheingold, Ortrud in Lohengrin und Waltraute in Götterdämmerung. 1901 spielte sie die Rolle der Elvira in Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni bei den Salzburger Festspielen.

Am Ende der Saison 1902-1903 verließ Walker nach einem Streit mit Gustav Mahler abrupt ihre Position in Wien. Nachdem sie ihren Vertrag mit dem einflussreichen Wiener Opernhaus gebrochen hatte, war es ihr unter solchen Umständen unmöglich, eine feste Stelle bei einem anderen deutschen oder österreichischen Theater zu bekommen. Sie kehrte daher in die USA zurück und unterzeichnete einen Vertrag mit der Metropolitan Opera von New York City. Sie debütierte am 30 an der Metropolitan Opera House als Amneris der Aida von Johanna Gadski und der Radamès von Enrico Caruso.

Sie sang drei Spielzeiten an der Met, insbesondere in den ersten Inszenierungen von Gaetano Donizettis Lucrezia Borgia (als Maffio Orsini) und Johann Strauss II. Die Fledermaus (als Prinz Orlofsky). Sie porträtierte hauptsächlich Mezzosopran-Stimmen an der Met wie Brangäne in Wagners Tristan und Isolde, Erda, Fricka, La Cieca in Amilcare Ponchiellis La Gioconda, Leonora in La favorita, Nancy in Martha, Ortrud, Siebel in Charles Gounods Faust, Urbain in Les Hugenotten und Waltraute. Ihr letzter und 108. Auftritt an der Metropolitan Opera war in der Titelrolle von Karl Goldmarks Die Königin von Saba für ein Engagement außerhalb der Stadt in San Francisco am 16. April 1906.

Während ihres Vertrages mit der Met begann Walker, ihr Repertoire um Sopranrollen zu erweitern, beginnend mit Brünnhilde in Die Walküre, die sie im Dezember 1905 erstmals an der Metropolitan Opera aufführte. Dies war die einzige Sopranrolle, die sie auf der Met-Bühne sang. Nachdem sie 1906 die Met verlassen hatte, um nach Europa zurückzukehren, fügte sie ihren Bühnenguthaben weitere Sopranrollen hinzu. Walker trat bereits seit 1903 regelmäßig als Gastkünstlerin an der Hamburger Staatsoper auf und unterzeichnete nach ihrer Rückkehr nach Europa einen Vertrag mit dieser Firma. Sie blieb bis 1912 an der Staatsoper und spielte sowohl Mezzo- als auch Sopranrollen. Zu den Sopranparts, die sie dort spielte, gehörten Isolde in Tristan und Isolde, Kundry in Parsifal und die Titelrolle in Salome.

1908 sang Walker bei den Bayreuther Festspielen die Rollen von Ortrud und Kundry. Im selben Jahr hatte sie einen großen Triumph als Isolde in Covent Garden. 1910 kehrte sie an das Royal Opera House zurück, um die Titelrolle in der von der Kritik gefeierten britischen Premiere von Richard Strauss 'Elektra unter der Leitung von Sir Thomas Beecham zu spielen und die Rolle von Thirza in Ethel Smyths The Wreckers zu singen.

Edyth Walker (1867-1950).

Im selben Jahr sang sie bei der Hochzeit von William Ernest, Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach und Prinzessin Feodora von Sachsen-Meiningen. Kaiser Wilhelm II. War anwesend und beeindruckt von ihrer Leistung legte der Kaiser großen Wert darauf, dass Walker ihm vorgestellt wurde. Von 1912 bis 1917 sang sie jährlich bei den Münchner Festivals mit der Bayerischen Staatsoper. Sie trat unter anderem als Gastkünstlerin an der Kölner Oper, in La Monnaie und an der Prager Staatsoper auf. Ihre letzten Auftritte waren 1918 verschiedene Rollen in Wagners The Ring Cycle in Elberfeld.

Edyth Walker (1867-1950) (Mitte) und Richard Strauss (1864-1949) in Salome, 1910.

Nach ihrem Rücktritt von der Bühne lebte Walker in Scheveningen, Holland, bis sie 1919 nach Paris zog. Sie arbeitete dort als Gesangslehrerin, wo sie in einem privaten Studio unterrichtete. 1933 wechselte sie an die Fakultät des American Conservatory in Fontainebleau, wo sie bis 1936 unterrichtete. Anschließend zog sie zurück nach New York City, wo sie bis zu ihrem Tod 14 Jahre später weiter unterrichtete. Zu ihren bemerkenswerten Schülern gehörten Irene Dalis und Blanche Thebom. Sie starb 1950 im Alter von 79 Jahren nach kurzer Krankheit in ihrem Haus in New York City.

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Sie sang im Alter von 14 Jahren als Solistin in der Old Church of Hopewell, dann in Utica (New York) und auf Long Iceland. Sie arbeitete eine Weile als Schullehrerin. Sie kam 1891 nach Europa und wurde von Aglaia Orgeni in Dresden ausgebildet. Weitere Studien bei Marianne Brandt in Wien. Sie debütierte 1894 an der Berliner Hofoper als Fides in "Prophet" von Meyerbeer. Erster großer Erfolg 1895 mit einem Konzert im Leipziger Gewandhaus unter Carl Reinecke. 1895 wurde sie von der Wiener Hofoper engagiert, wo sie die Rolle des Fides in "Prophet" von Meyerbeer und Azucena in "Trovatore" sang und bis 1903 blieb. 1896 sang sie in der Wiener Uraufführung der Oper Der Evangelimann von Kienzl.

Bei den Salzburger Mozartfestspielen 1901 schuf sie die Rolle der Donna Elvira in Don Giovanni. Nach einem Streit mit Gustav Mahler verließ sie 1903 die Wiener Oper. 1903 wurde sie von der Metropolitan Opera in New York engagiert, wo sie ihr Debüt als Amneris in Aida gab. Sie trat an der Metropolitan Opera in "Lohengrin", "Tristan und Isolde", "Faust", "Gioconda", "Martha", "Favorita" und "Lucrezia Borgia" (1904) auf. . 1905 sang sie hier bei der Uraufführung von Johann Strauss 'Operette Die Fledermaus. Dann trat sie in der Spielzeit 1906-1907 an die Hofoper in Berlin und war von 1907 bis 1912 eine gefeierte Künstlerin der Hamburger Oper. An der Covent Garden Opera in London trat sie 1900 als Amneris, Ortrud, Fricka und Waltraute auf, dann 1908 und 1910 als Isolde sowie Thirza „The Wreckers“ von Frau Ethel Smith und Elektra am 19 in der Englische Premiere von Richard Strauss 'Oper Elektra.

Mit großem Erfolg gastierte sie in Brüssel, Leipzig, Frankfurt (1907-12), Köln und Prag, besonders als Dolmetscherin in R. Wagners Opern. Bei den Bayreuther Festspielen 1908 sang sie die Rolle der Kundry in Parsifal und Ortrud in Lohengrin. 1910 sang sie mit großem Triumph beim Strauss Festival in Holland als Salome und Elektra. 1909 sang sie bei den Beethoven-Festspielen in Den Haag die Rolle der Leonore in Fidelio unter Willem Mengelberg. In den Spielzeiten 1912-1917 arbeitete sie an der Hofoper in München. 1918 sang sie am Stadttheater Elberfeld ihre Abschiedsvorstellung auf dem Nibelungenring. Nach ihrem Rücktritt von der Bühne lebte Walker in Scheveningen, Holland, bis sie 1919 nach Paris zog. Sie arbeitete dort als Gesangslehrerin, wo sie in einem privaten Studio unterrichtete.

1933 wechselte sie an die Fakultät des American Conservatory in Fontainebleau, wo sie bis 1936 unterrichtete. Anschließend zog sie zurück nach New York City, wo sie bis zu ihrem Tod 14 Jahre später weiter unterrichtete.

Chronologie einiger Erscheinungen:

  • 1894 Berliner Hofoper.
  • 1895-1903 Wiener Hofoper.
  • 1900 Londoner Covent-Garten.
  • 1901 Salzburger Mozartfestspiele.
  • 1903 New Yorker Metropolitan Opera.
  • 1906-1907 Berliner Hofoper.
  • 1907-1912 Hamburger Oper.
  • 1912-1917 Münchner Hofoper.

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