Emilie Louise Floge (1874–1952)Jahr 1909.

Photo by Dora (Madame d'Ora) Kallmus (1881-1963).

  • Beruf: Modedesigner.
  • Residenzen: Wien.
  • Beziehung zu Mahler: Freund von Gustav Klimt (1862-1918).
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 30-08-1874 Wien, Österreich.
  • Gestorben: 26-05-1952 Wien, Österreich.
  • Begraben: 00-00-0000 Zentraler Friedhof, Evangelischer Friedhof, Wien, Österreich. Grab 8 + Allee 4. Ihre Schwester Helene Floge und Hermann Floge (1863-1916) sind in der Nähe begraben.

Pauline (1866-1912), Helene (1871-1936) und Emilie (1874-1952), die Töchter des Turner- und Meerschaumpfeifenherstellers und langjähriges Mitglied des Presbyteriums Hermann Flöge, liefen von 1904 bis 1938 im Haus Mariahilferstraße 1b über dem Modesalon „Schwestern Flöge“ des Cafe Casa Piccola, der Josef Hofmann (1876–1957) hatte eingerichtet, um ein Gesamtkunstwerk zu schaffen. Gustav Klimt entwarf das Firmenlogo und das Geschäftsbriefpapier.

Emilie Flöge lernte Gustav Klimt 1891 kennen, als ihre Schwester Helene Gustavs Bruder Ernst heiratete. Mögen Koloman Moser (1868-1918) er entwarf Reformkleider für sie Haute Courture Mode. Emilie war das Vorbild für Gustav Klimts berühmtestes Werk „The Kiss“, sie blieb die Muse und langjährige Begleiterin der Künstlerin.

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Emilie Louise Flöge war eine österreichische Designerin, Modedesignerin und Geschäftsfrau. Sie war die Lebensgefährtin des Malers Gustav Klimt. Sie war das vierte Kind des Meisterdrehers und Herstellers von Meerschaumpfeifen, Hermann Flöge (1837-1897). Emilie hatte zwei Schwestern, Pauline und Helene, und einen Bruder, Hermann.

Ihr erster Job war als Näherin, aber sie wurde später Couturière. 1895 eröffnete Pauline, ihre ältere Schwester, eine Schneiderschule und Emilie arbeitete hier. 1899 gewannen die beiden Schwestern einen Schneiderwettbewerb und wurden beauftragt, ein Batistkleid für eine Ausstellung herzustellen. Ebenfalls 1899 fertigte Flöge das Hochzeitskleid für die Mutter der Gustav Klimt-Erbin Maria Altmann an.

In Partnerschaft mit ihrer Schwester Helene etablierte sich Emilie nach 1904 als erfolgreiche Geschäftsfrau und Inhaberin des Haute Couture-Modesalons Schwestern Flöge in einer der wichtigsten Wiener Straßen, der Mariahilfer Straße. In diesem Salon, der vom Architekten im Jugendstil entworfen worden war Josef Hofmann (1876–1957) Sie präsentierte Designerkleidung im Stil der Wiener werkstatte.

Während ihrer Reisen nach London und Paris machte sie sich mit den neuesten Modetrends von Coco Chanel und Christian Dior vertraut. Nach dem Anschluss an das Deutsche Dritte Reich im Jahr 1938 verlor Flöge jedoch ihre wichtigsten Kunden und musste ihren Salon schließen, der dies getan hatte wird zum führenden Modeort der Wiener Gesellschaft. Nach 1938 arbeitete sie im obersten Stock ihres Hauses in der Ungargasse 39.

Gustav Klimt

Emilie Flöge war Mitglied der Wiener Bohemien- (Bohemianism) und Fin de Siècle-Kreise. Sie war die Lebensgefährtin des Malers Gustav Klimt (1862-1918). 1891 heiratete Helene, die jüngere Schwester von Emilie, Ernst Klimt, den Bruder von Gustav Klimt. Als Ernst im Dezember 1892 starb, wurde Gustav Klimt zum Vormund von Helene ernannt. Zu dieser Zeit war Emilie achtzehn Jahre alt und er wurde ein häufiger Gast bei ihren Eltern und verbrachte die Sommer mit der Familie Flöge in Attersee.

Jahr 1902. Emilie Louise Floge (1874–1952) by Gustav Klimt (1862-1918). Ölgemälde.

Jahr 1908. Der Kuss, Der Kuß, Der Kuss. Gustav Klimt (1862-1918) und Emilie Louise Floge (1874–1952) als Liebhaber. Öl auf Leinwand, Belvedere, Wien.

Jahr 1909Emilie Louise Floge (1874–1952) und Gustav Klimt (1862-1918) Ruderboot auf dem Attersee.

Klimt zeichnete auch einige Kleidungsstücke für den Flöge-Salon im rationalen Kleidungsstil - ein Stil, der von der feministischen Bewegung gefördert wird - und ab 1898 andere Kleidungsstücke, die von der Wiener Secession entworfen wurden. Letztere wurden ohne Korsett getragen und hingen mit bequemen, weiten Ärmeln lose an den Schultern.

Die Kundschaft für eine damals revolutionäre Mode war jedoch zu klein, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und sie verdiente dementsprechend Geld durch konventionelle Stile. Klimt malte viele Damen aus den oberen Schichten der Wiener Gesellschaft und konnte so Emilie Flöge einem wohlhabenden Kundenstamm vorstellen.

Klimt starb am 11-01-1918 an einem Schlaganfall. Seine letzten Worte waren angeblich "Get Emilie". Sie erbte die Hälfte von Klimts Nachlass, die andere Hälfte ging an die Familie des Malers. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs geriet ihr Haus in der Ungargasse in Brand und zerstörte nicht nur ihre Kleidungssammlung, sondern auch wertvolle Gegenstände aus dem Nachlass von Gustav Klimt.

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