Ernst Stohr (1860-1917).

  • Beruf: Schriftsteller, Dichter, Musiker. Sezession (Mitglied).
  • Residenzen: Wien.
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 01 Sankt Polten, Österreich.
  • Gestorben: 17-06-1917 Sankt Polten, Österreich. 56 Jahre alt.
  • Begraben: 00-00-0000

Ernst Stöhr war einer der Mitbegründer der Wiener Secession. Man könnte ihn zu Recht als Pionier des sezessionistischen Konzepts des Gesamtkunstwerks bezeichnen. Gleichzeitig ist er auch einer der Hauptvertreter der österreichischen Symbolik. Der Versuch, die Wahrnehmung des Künstlers in seine Werke einzubeziehen, ist charakteristisch für Stöhrs Werk. Seine Bilder haben eine lyrische Qualität, mit Landschaften und Szenen, die in ein weiches, gedämpftes Zwielicht oder Mondlicht getaucht sind, und fast alle seine Werke sind symbolisch.

Mitzi von Ernst Stohr (1907).

Stöhrs besonderes musikalisches Talent zeigte sich schon früh und umfasste nicht nur seine Malerei, sondern auch seine Poesie und Musik. (Sein Vater war Geigenbauer). Er war mit seinem Studium an der Wiener Hochschule für Kunst und Handwerk von 1877 bis 1879 und an der Wiener Akademie bei CR Huber, A. Eisenmenger und LC Müller nicht zufrieden.

1896 wurde er Mitglied des Wiener Künstlerhauses, des Hagenbundes und Mitbegründer der Wiener Secession und blieb bis zu seinem Tod Mitglied. Mit seiner hohen Anzahl programmatischer Schriften in „Ver Sacrum“ hat Stöhr das Selbstbild dieser neuen Künstlergruppe maßgeblich beeinflusst und war in dieser Zeit auch äußerst produktiv. Nr. 12 von „Ver Sacrum“ ist ihm gewidmet und enthält auch seine Entwürfe.

Paar am See von Ernst Stohr.

Der Künstler reist viel zwischen St. Pölten, Melk und Wochein, Slowenien, wo seine Cousine Friederike „Fritzi“ Tirmann ein Hotelgeschäft führte. Er baute ein Studio in der Nähe ihres Hotels am Wocheinsee und heiratete sie. Wochein diente oft als Motiv, ebenso wie das Haus seiner Eltern in St. Pölten, wo Stöhr sie bis zu ihrem Tod selbstlos betreute. Stöhr litt jedoch oft unter Traurigkeit und Depressionen, weil er sich um die Menschen kümmerte und sie verlor, die er liebte. Diese Stimmung wirkte sich auch auf seine Bilder aus. In dieser Zeit setzte sich Stöhr sehr intensiv mit Religion und Philosophie auseinander. 1915 erhielt er den Reichelpreis für sein „Gemälde Christi“. Der Beginn des Krieges verwandelt Wochein später in eine Militärzone, die Stöhr erneut in eine tiefe Depression stürzt. 1917 wird er in das Tulln Sanatorium gebracht, einige Wochen später jedoch wieder freigelassen. Stöhr reist nach St. Pölten und hängt sich am 17. Juni im Haus seiner Eltern auf. 1918 würdigt die Wiener Secession sein Andenken in einer Gedenkausstellung seiner Werke.

Die 12. Ausgabe von Ver Sacrum ist ihm allein gewidmet und wurde von ihm entworfen. Stöhr ist intensiv an zahlreichen Ausstellungen des Vereins sowie an der wichtigen 14. Secessionsausstellung 1902 (Beethoven-Ausstellung) beteiligt, für die er das Katalogvorwort verfasst hat.

Katalogvorwort zur Secession 14 von Ernst Stohr.

Katalogzeichnung für Secession 14 von Ernst Stohr.

  • Stohr Haus oder Joseph Maria Olbrich (1867–1908)Gebäude in Sankt Polten. Zum Zeitpunkt seiner Errichtung wurde er von verspotteten Kritikern als „Haus der chinesischen Mission“ verspottet - ist aufgrund seiner neuartigen Herangehensweise an die Fassadengestaltung in Verbindung mit seinem reichen Stuck ein charakteristisches Beispiel moderner Architektur beim Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert Jahrhundert. Das große Stuckrelief der Darstellung der antiken griechischen Gesundheitsgöttin Hygieia an der Fassade ist das Werk von Stöhrs eigenem Bruder. Ernst Stohr (1860-1917), der St. Pölten Maler, der den Architekten zuerst dem Chef vorstellte. Ernst Stöhr war wie Olbrich Gründungsmitglied der Wiener Secession, die wohl das große Einzugsgebiet der österreichischen Jugendstilkünstler war.

Wenn Sie Fehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie diesen Text auswählen und drücken Strg + Enter.

Rechtschreibfehlerbericht

Der folgende Text wird an unsere Redakteure gesendet: