Ernst von Schuch (1846-1914).

  • Beruf: Dirigent.
  • Residenzen: Dresden.
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler: Ja.
  • Geboren: 23-11-1846 Graz, Österreich.
  • Gestorben: 10-05-1914 Niederlößnitz (heute Radebeul) bei Dresden.
  • Begraben: 14-05-1914 Friedhof Kötzschenbroda bei Dresden. Unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit zu den Klängen von Wagners Trauermarsch aus der Oper „Götterdämmerung“. Dort ist er zusammen mit seiner Frau Clementine Schuch-Prosska (1850-1932). In der Nähe befindet sich auch das Grab ihrer Tochter Liesel.

Ernst Edler von Schuch, geb. Ernst Gottfried Schuch war ein österreichischer Dirigent, der durch seine Zusammenarbeit mit Richard Strauss an der Dresdner Hofoper berühmt wurde. Schuch studierte zunächst Rechtswissenschaften, wandte sich dann aber der Musik zu, die zunächst von E. Stolz ausgebildet wurde. Er studierte in Graz und später in Wien, kurz bei Felix Otto Dessoff, und begann seine Dirigierkarriere 1867 als Kapellmeister am Lobe-Theater in Breslau, während die Breslauer Oper nach einem Brand außer Betrieb war.

Zufälligerweise hatten ein Vater und ein Sohn mit dem gleichen Familiennamen Schuch 120 Jahre zuvor das erste Opernhaus in Breslau gebaut und betrieben.

Es folgten Engagements in Würzburg (1868–1870), Graz (1870/1871) und Basel, bis er 1872 an der italienischen Oper von Pollini für Dresden angestellt wurde. Dort wurde er 1872 Musikdirektor an der Hofoper, ab 1873 Royal Kapellmeister bei Julius Rietz, später bei Franz Wüllner. 1878 wurde er zum Royal Professor ernannt.

1882 übernahm er die Leitung der Hofoper mit dem Titel eines Geheimrates und wurde 1889 deren allgemeiner Musikdirektor. Ab 1882 lebte er in Niederlößnitz in der Weintraubenstraße (1883 auf eigenen Vorschlag in Schuchstraße 15/17 umbenannt). 1898 wurde er vom österreichischen Kaiser geadelt und 1899 in den Sächsischen Vertraulichen Geheimrat berufen. Seine Einflussperiode ist als Schuch-Ära in der Operngeschichte bekannt.

Abgesehen von seinen Gastdirigenten in Berlin, München, Wien und Paris blieb er bis 1914 Dresden verpflichtet und machte sein Opernhaus dort zu einer der führenden Musikbühnen Europas. Er schuf ein überragendes Ensemble und erweiterte das Orchester zu einem der größten der Welt. Er spezialisierte sich auf die Musikdramen von Wagner und leitete auch die Originalproduktionen der Richard-Strauss-Opern Feuersnot (1901), Salome (1905), Elektra (1909) und Der Rosenkavalier (1911) sowie die ersten deutschen Opernproduktionen von Puccini und Mascagni. Auch als nichtoperativer Dirigent hoch geschätzt, war er im Konzertsaal besonders bekannt für seine Interpretationen der Orchesterwerke von Felix Draeseke und Strauss.

Er heiratete die Koloratursopranistin Clementine von Schuch-Proska (Klementine Procházka) (1850-1932), die Ehrenmitglied der Dresdner Royal Theatre Company wurde. Ihre Tochter Liesel von Schuch sang in Dresden (ab 1914) und Wien.

Ernst Edler von Schuch dirigiert Der Rosenkavalier von Richard Strauss, 1912. Ölgemälde von Robert Sterl (Alte Nationalgalerie, Berlin).

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