Felix Mottl (1856-1911).

  • Beruf: Dirigent, Komponist. Spezialisiert auf das Dirigieren von Wagner.
  • Residenzen: Karlsruhe, London, Berlin, München.
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 29-07-1856, 24-08-1856 oder 29-08-1856 Unter Sankt Veit, heute Hietzing, Wien, Österreich.
  • Gestorben: 02-07-1911 München, Deutschland.
  • Begraben: Waldfriedhof, Waldfriedhof, München, Deutschland. Grab: 045-W-5

Felix Josef von Mottl war ein österreichischer Dirigent und Komponist. Er galt als einer der brillantesten Dirigenten seiner Zeit. Er komponierte drei Opern, von denen Agnes Bernauer (Weimar, 1880) die erfolgreichste war, sowie ein Streichquartett und zahlreiche Lieder und andere Musik. Seine Orchestrierung von Richard Wagners Wesendonck-Liedern ist immer noch die am häufigsten gespielte Version. Er war auch Lehrer und zählte zu seinen Schülern Ernest van Dijck (1861-1923) und Wilhelm Petersen. 

Mottl wurde 1856 in Unter Sankt Veit, heute Hietzing, Wien, geboren. Sein Geburtsdatum wurde verschiedentlich als 29. Juli, 24. August und 29. August angegeben. Nach einem frühen Stimmtraining am Löwenburg Konvikt, einer Schule für die kaiserliche Hofkapelle, hatte er eine erfolgreiche Karriere am Wiener Konservatorium. Er wurde bald als begabter Dirigent von Wagners Musik anerkannt, half Hans Richter 1876 bei der Vorbereitung des ersten vollständigen Ringzyklus in Bayreuth und dirigierte 1886 selbst Tristan und Isolde in Bayreuth.

Felix Mottl dirigierte Tristan und Isolde in Bayreuth (1886).

Von 1881 bis 1903 war er Chefdirigent an der Karlsruher Oper und bekannt für seine Arbeit dort, insbesondere bei Wagner, Berlioz und Chabrier, deren Opern er verfochten hatte. Er orchestrierte auch Chabriers Bourrée-Fantasie und Trois valses romantiques und arrangierte eine beliebte Reihe von Orchesterausschnitten aus Christoph Willibald Glucks Opern. In späteren Jahren, insbesondere als Dirigent von Wagner, besuchte er London und New York und dirigierte 1903 die Metropolitan Opera. 1904 wurde er Direktor der Akademie der Künste in Berlin.

Programm der Aufführung im Covent Garden in London, 14-06-1898.

Im Juni 1907 schnitt er mit Welte-Mignon einige Klavierrollen, darunter seine eigene Klaviertranskription des Präludiums, des Liebesduetts und der Warnung von Brangäne aus Tristan. Er erlitt am 21. Juni 1911 einen Herzinfarkt, als er seine 100. Aufführung von Tristan in München dirigierte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er am 11. Juli 2 Tage später starb, jedoch nicht bevor er seine langjährige Geliebte, die Sopranistin Zdenka Fassbender, heiratete.

Deutsche Dirigenten Hermann Levi (1839-1900), Felix Mottl (1856-1911) und Hans Richter (1843-1916). Foto 10-08-1889.

Deutsche Dirigenten Hans Richter (1843-1916) , Hermann Levi (1839-1900) und Felix Mottl (1856-1911). Foto 10-08-1889.

1911. Tod Felix Mottl (1856-1911).

Felix Mottl studierte bei Anton Bruckner. Er assistierte Richard Wagner 1876 bei den ersten Festspielen in Bayreuth, wo er Wagners „Ring des Nibelungen“ inszenierte. Seine bekannteste Oper „Agnes Bernauer“ wurde 1880 in Weimar uraufgeführt. 

Von 1881 bis 1903 war er Dirigent am Hof ​​von Karlsruhe. 1886 leitete er "Tristan und Isolde" in Bayreuth. Er führte oft Regie in Bayreuth und war Lehrer für Wagners Sohn Siegfried. 1893 heiratete er die Opernsängerin Henriette Standhartner, aber es war keine glückliche Ehe.

Von 1898 bis 1900 inszenierte er Wagners Oper in Covent Garden, London. 1904 wurde er Direktor der Wiener Philharmoniker und 1907 der Hofoper. 

Er hatte eine Affäre mit der Opernsängerin Zdenka Faßbender und ließ sich 1911 von Henriette scheiden, die hinter seinem Rücken große Schulden gemacht hatte. Bei seiner 100. Aufführung von „Tristan und Isolde“ mit Zdenka als Isolde brach er zusammen. Kurz vor seinem Tod heiratete er Zdenka im Krankenhaus. Er war Gründer der Mozartfestspiele in München.

Seine erste Frau wurde in seinem Grab im Waldfriedhof in München beigesetzt, aber Zdenka ruht in Tutzing, Bayern.

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