Franz Chvostek Jr. (1864-1944).

  • Beruf: Doktor der Medizin. Internist.
  • Residenzen: Wien.
  • Beziehung zu Mahler: Jahr 1911Gesundheit.
  • Korrespondenz mit Mahler: 
  • Geboren: 03 Wien, Österreich.
  • Gestorben: 17-04-1944 Burg Groppenstein, Österreich.
  • Begraben: Unbekannt.

Sohn von František (Franz) Chvostek Sr. (1835-1884). Professor in Wien. Gründung der modernen Vererbungsbiologie und Erforschung genetisch vererbbarer Krankheiten. "Chvostek-Anämie" (Chvostek-Symptom, eine Art von Anämie, die mit einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse einhergeht) wurde nach ihm benannt.

Im Mai 1911 wurde Chvostek häufig in täglichen Berichten erwähnt, weil er auf Wunsch von Alma Mahler-Schindler (bereits in Paris) von der Behandlung von Gustav Mahler (1860-1911) angezogen wurde. Chvostek war eine entschlossene Gegnerin der Frauenforschung in Österreich, und er setzte dies auch in seinen Vorlesungen gewaltsam durch.

Nach dem Ersten Weltkrieg schloss sich Chvostek der Bewegung von Erich Ludendorff innerhalb der nationalistischen und antisemitischen Bewegung an. Die 3. medizinische Klinik hieß bereits in den 1920er Jahren „Hakenkreuzlerklinik“, der NSDAP ist jedoch keine Mitgliedschaft in Chvostek bekannt. Während der Nazizeit wurde Chvostek 1943 und 1944 für die Verleihung der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft nominiert, was auf seine „immer nationale“ Haltung hinweist.

Illustrierte Kronen Zeitung 11-05-1911 (1/2).

Illustrierte Kronen Zeitung 11-05-1911 (2/2).

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