George Dohrn (1867-1943).

Georg Dohrn studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Leipzig, München und Berlin. Nach seiner Promotion im Jahr 1891 studierte er Musik am Kölner Konservatorium 1891/95, sein Klavierlehrer dort war Isidor Weiß. 1895 arbeitete er als Solo-Repetitor am Hoftheater in Weimar und übernahm im selben Jahr die parallele Position am Königlichen Hoftheater in München unter Hermann Levy. Sein erster Posten als Dirigent kam 1897 am Stadttheater in Flensburg.

Von 1898 bis 1901 war er gemeinsamer zweiter Dirigent mit Siegmund von Hausegger mit dem privaten Kaim-Orchester in München unter dessen Chefdirigent Felix von Weingartner. In diesen Jahren leitete er viele Orchesterkonzerte in München und Bayern und trat gleichzeitig als Pianist in kammermusikalischen Engagements auf.

Gustav Mahler und George Dohrn (1867-1943)Jahr 1906.

1901 zog er nach Breslau, wo er die Leitung der Breslauer Orchestergesellschaft und der Breslauer Chorgesellschaft übernahm. 1910 wurde ihm der Titel eines Professors verliehen. Es war ihm zu verdanken, dass Breslau zu dieser Zeit ein Niveau erreichte, das mit anderen führenden Musikzentren in Deutschland vergleichbar war.

Zu den virtuosen Instrumentalisten, die unter seiner Leitung spielten, gehörten Eugen d'Albert, Ferruccio Busoni, Arthur Schnabel, Wilhelm Backhaus, Rudolf Serkin, Wilhelm Kempf, Eduard Erdmann, Wladimir Horowitz oder Fritz Kreisler, Bronislaw Hubermann, Adolf Busch und Sänger wie Ilona Durigo und Maria Ivogün. 1936 wurde er durch chronische Krankheit gezwungen, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, und verbrachte seine letzten Jahre in Seeshaupt am Starnberger See. 

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