Guido Adler (1855-1941).

  • Beruf: Schriftsteller, Musikwissenschaftler (univ. Prof. Dr. Jur. Dr. Phil.)
  • Residenzen: Wien.
  • Beziehung zu Mahler: Freund, Akademischer Wagnerverein.
  • Korrespondenz mit Mahler: Ja.
    • 00-00-0000, Jahr 
  • Geboren: 01, Eibenschutz (Ivancice), Mähren.
  • Bruder von Victor Adler (1852-1918).
  • Gestorben: 15-02-1941, Wien, Österreich. 85 Jahre alt.
  • Begraben: 00-00-0000 
  • Wieder begraben: 27-11-1980 Zentraler Friedhof, Wien, Österreich. Grab 32C-51 (Urne).

Frühes Leben und Ausbildung

Sein Vater Joachim, ein Arzt, starb 1857 an Typhus. Joachim erkrankte an einem Patienten und forderte seine Frau Franciska daher auf, „keinem der Kinder zu erlauben, Arzt zu werden“.

Adler studierte an der Universität Wien und (gleichzeitig (1868-1874)) am Wiener Musikkonservatorium (wo er Klavier (Hauptfach) sowie Musiktheorie und Komposition bei Anton Bruckner und Otto Dessoff studierte). 1874 erhielt er ein Kunstdiplom vom Konservatorium. 1878 schloss er sein Studium an der Universität Wien als Doktor der Rechtswissenschaften und 1880 als Doktor der Philosophie ab. Seine Dissertation Die Grundklassen der Christlich-Abendländischen Musik bis 1600 wurde in der Allgemeinen Musikzeitung abgedruckt.

Ein Pionier der Musikwissenschaft

1883 wurde Adler Dozent für Musikwissenschaft an der Universität Wien. Bei dieser Gelegenheit schrieb er eine Studie zur Geschichte der Harmonie, die in den Sitzungsberichten der Philosophisch-Historischen Klasse der Wiener Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wurde. 1881.

1884 gründete er (mit Friedrich Chrysander und Philipp Spitta) die Vierteljahresschrift für Musikwissenschaft Quarterly. Adler lieferte den ersten Artikel der ersten Ausgabe „Umfang, Methode und Ziel der Musikwissenschaft“ (1885), der nicht nur den ersten Versuch einer umfassenden Beschreibung des Studiums von darstellt Musik, sondern teilt die Disziplin bekanntermaßen in zwei Unterdisziplinen, die historische Musikwissenschaft und die systematische Musikwissenschaft. In Adlers Artikel umfasste die systematische Musikwissenschaft die Musikologie oder die vergleichende Musikwissenschaft, die später zu einer eigenständigen Disziplin wurde (vgl. Ethnomusikologie). Obwohl diese Teilbereiche nicht genau mit der gegenwärtigen Praxis übereinstimmen, werden sie in der modernen europäischen Musikwissenschaft grob beibehalten und entsprechen in etwa der nordamerikanischen Aufteilung der Musikwissenschaft in Musikgeschichte (oft als "Musikwissenschaft" bezeichnet), Musiktheorie und Ethnomusikologie.

1885 wurde er als ordentlicher Professor für Geschichte und Theorie der Musik an die neu gegründete Deutsche Universität Prag, Böhmen, berufen und 1898 in gleicher Funktion an die Universität Wien, wo er die Nachfolge von Eduard Hanslick antrat. Zu seinen Studenten am Musikwissenschaftlichen Institut gehörten Anton Webern und der Komponist Karel Navrátil.

1886 veröffentlichte er Die Wiederholung und Nachahmung in der Mehrstimmigkeit; 1888 Ein Satz eines Unbekannten Beethovenischen Klavierkonzerts. 1892-93 gab er eine Auswahl musikalischer Kompositionen der Kaiser Ferdinand III., Leopold I. und Joseph I. (zwei Bände) heraus. Zwischen 1894 und 1938 war er Herausgeber von Denkmäler der Tonkunst in Österreich, einer wegweisenden Publikation in der Musikgeschichte.

Ruf

Adler war einer der Begründer der Musikwissenschaft als Disziplin (Musikwissenschaft). Er gehörte auch zu den ersten Musikwissenschaftlern, die die Relevanz soziokultureller Faktoren für die Musik erkannten (Musiksoziologie) und damit einen breiteren Kontext für ästhetische Kritik boten, die zusammen mit der Biografie im Mittelpunkt der Musikwissenschaft des 19. Jahrhunderts stand. Das empirische Studium war für ihn der wichtigste Teil der Disziplin. Sein eigener Schwerpunkt lag auf der Musik Österreichs, insbesondere der Musik der Ersten Wiener Schule: Haydn, Mozart und ihre Zeitgenossen.

Gustav Mahler

  • Beide Gustav Mahler (1860-1911) und Guido Adler besuchten die High School in Jihlava, lernten sich aber erst zwischen 1875 und 1878 kennen.
  • Jahr 1905. 01-11-1905. Manuskript Lied Ruckert 4: Ich bin der Welt abhanden gekommen. Für Solostimme und Orchester. Die Partitur mit einer Autogrammpräsentation auf dem Titelblatt für seinen Freund Professor Guido Adler (1855-1941) anlässlich seines fünfzigsten Geburtstages („Meinem theuern Freunde Guido Adler“ als ein Andenken an seine 50. Geburtstag Wien 1. November 1905 Gustav Mahler. “)
  • In einem Buch von Edward Reilly werden die wesentlichen Dokumente im Zusammenhang mit der Freundschaft zwischen dem bedeutenden Wiener Musikhistoriker Guido Adler und dem Komponisten Gustav Mahler aufgeführt. Die Art und das Ausmaß dieser Freundschaft haben seit einigen Jahren eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Obwohl Adler der Autor einer der wichtigsten frühen Studien von Mahler war, war er zurückhaltend, wenn es darum ging, über seine persönliche Beziehung zum Komponisten zu sprechen, und über viele Jahre war der einzige verfügbare veröffentlichte Brief von Mahler an Adler ein Ton mit scharfer Kritik. Einige etwas abfällige Hinweise in Alma Mahlers Erinnerungen warfen auch Fragen nach dem Grad der Freundschaft zwischen den beiden Männern auf.

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