Hans Bethge (1876-1946).

  • Beruf: Dichter, Sinologe, Doktor der romanischen Literatur.
  • Residenzen: Dessau, Berlin, Halle, Erlangen, Genf.
  • Beziehung zu Mahler: Dichter Chinesische Flöte von Mahler in Das Lied von der Erde.
  • Korrespondenz mit Mahler: 
  • Geboren: 09-01-1876 Dessau, Deutschland.
  • Gestorben: 01-02-1946 Goppingen, Deutschland.
  • Begraben: Friedhof, Kirchheim unter Teck, Deutschland.

Hans Bethge war ein deutscher Dichter, dessen Ruf im Ausland vor allem auf den in Gustav Mahler angesiedelten Versionen der Poesie der Tang-Dynastie beruht's „Das Lied von der Erde“. Das Max-Eyth-Haus in Kirchheim unter Teck beherbergt eine Dauerausstellung von Hans Bethges Büchern, Fotografien und anderen Artefakten, während seine Manuskripte im Deutschen Literaturarchiv Marbach aufbewahrt werden.

Hans Bethge wurde 1876 in Dessau geboren. Er studierte moderne Sprachen und Philosophie an den Universitäten Halle, Erlangen und Genf. Nach seinem Abschluss verbrachte er zwei Jahre als Lehrer in Spanien. 1901 ließ er sich als freiberuflicher Schriftsteller in Berlin nieder.

1943, auf dem Höhepunkt der Luftkampagne, zog er in die schwäbische Landschaft, wo er seine letzten Jahre verbrachte. Hans Bethge schätzte Freundschaften und alles, was schön war; Viele Schriftsteller und Künstler waren seine Freunde, darunter der Dichter Prinz Emil von Schönenaich-Carolath, die Maler Willi Geiger und Karl Hofer, der Kunsthistoriker Julius Meier-Gräfe sowie andere Künstler aus der Künstlerkolonie Worpswede. Der Jugendstilmaler Heinrich Vogeler illustrierte drei seiner Bücher, und der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck, ein Frühkenner seines Genies, machte mehrere Porträts von ihm. 

Bethge veröffentlichte mehrere Gedichtbände (hauptsächlich über Liebe und Natur), Tagebücher, Reiseberichte, Kurzgeschichten, Essays und Theaterstücke. Er hatte großen Erfolg als Herausgeber moderner Poesie, deutscher und ausländischer. Vor allem aber erlangten seine poetischen Übersetzungen orientalischer Klassiker (ab 1907) große Anerkennung, obwohl sie sich auf frühere Übersetzer stützten. Das erste derartige Buch, "Die chinesische Flöte", hatte einen Druck von 100,000 Exemplaren. Gustav Mahler verwendete sieben seiner Gedichte in Das Lied von der Erde.

Die chinesische Flöte. Leipzig im Inselverlag, 1907.

Der frische, musikalische Rhythmus von Bethges Sprache und seine freie Versifikation inspirierten Schauplätze von mehr als 180 anderen Komponisten, darunter Richard Strauss (1864-1949), Karol Szymanowski, Arnold Schönberg (1874-1951), Anton Webern (1883-1945), Hanns Eisler, Viktor Ullmann, Gottfried von Einem, Ernst Krenek (1900-1991), Artur Immisch, Ludvig Irgens-Jensen, Paul Graener, Bohuslav Martin, Ernst Toch, Fartein Valen, Krzysztof Penderecki und Egon Wellesz (1885-1974).

 

 Grabstein von Hans Bethge in Kirchheim unter Teck. 

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