1908 Hans Breuer (1869-1929).

  1. 1900 Oper Wien 08-05-1900
  2. 1900 Oper Wien 20-05-1900

Der Sohn des Kölner Dombildhauers Peter Breuer begann zunächst eine kaufmännische Ausbildung. In Benno Stolzenberg wurde er auf Anraten des Dirigenten Franz Wüllner Gesang in Köln ausgebildet. Er schloss sein Studium an der Bayreuther Schule bei Julius Kniese und Cosima Wagner ab.

Breuer debütierte 1894 in kleinen Rollen bei den Bayreuther Festspielen. Seinen Durchbruch feierte er 1896 als Pantomime im Ring des Nibelungen. Bis 1914 nahm er regelmäßig an dieser Rolle in Bayreuth teil, 1899 als David in The Mastersingers of Nuremberg.

1896-1897 sang er am Opernhaus Wroclaw, 1897 unternahm er eine Gastaufführungstour durch Nordamerika. Von 1899 bis 1900 gehörte er zum Ensemble der Metropolitan Opera in New York. Seine Einstiegsrolle war hier die des Steuermanns in The Flying Dutchman. 1898 und 1900 war er Gast an der Covent Garden Opera in London, 1901 als Pantomime an der Court Opera Berlin und 1906 in derselben Rolle an der Munich Court Opera.

Von 1900 bis 1929 war er Mitglied der Hofoper Wien (seit 1918 Staatsoper). Hier war er 1903 in der Neuproduktion von Tristan und Isolde unter der Leitung von Gustav Mahler als Melot zu sehen und zu hören. 1909 gastierte er als Mime am Stadttheater Zürich, 1910 bei den Salzburger Mozartfestspielen als Monostatos in der Zauberflöte . In den Jahren 1922 und 1925 trat er als Basilio bei Figaros Hochzeit bei den Salzburger Festspielen auf.

Am 10. Oktober 1919 leitete er die Weltpremiere der Oper Die Frau ohne Schatten von Richard Strauss an der Wiener Staatsoper. Bei den Festspielen in Salzburg übernahm er auch mehrere Regieaufgaben. So leitete er 1922 alle vier auf dem Festival aufgeführten Opern (es war das erste Jahr, in dem hier Opern aufgeführt wurden). Später arbeitete Breuer als Lehrer am Wiener Konservatorium.

Sein Sohn Siegfried Breuer (1906-1954) wurde ein bekannter Schauspieler.

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