Hans Johann Schnellar (1865-1945).

  • Beruf: Paukist.
  • Residenzen: Wien.
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler: Ja.
    • 00-00-0000, Jahr 
  • Geboren: 25-09-1865 Klášter Hradišt? nad Jizerou, Tschechische Republik.
  • Gestorben: 12-08-1945 Wien, Österreich.  
  • Begraben: 00-00-0000 Unbekannt.

1894 wurde er vom Dirigenten Hans Richter (1843-1916), dem legendären Dirigenten der Uraufführung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ in Bayreuth, an der Königlichen Wiener Oper angestellt und war Paukist im Opernorchester sowie bei die Wiener Philharmoniker bis 1932 und unterrichtete von 1908 bis 1932 am Konservatorium der Gesellschaft der Freunde der Musik und an deren Nachfolger, der Akademie für Musik und darstellende Kunst. Schnellar arbeitete mit wissenschaftlicher Sorgfalt an der technischen Entwicklung seiner Instrumente: unterstützt und Auf Anregung des Direktors der Königlichen Oper, Gustav Mahler, sowie des Direktors der Staatsoper, Richard Strauss, arbeitete er an der technischen Verbesserung der Instrumente und meldete 1920 ein Patent für die Erfindung einer mit einer Handkurbel betriebenen Pauke an.

Als er zum Chefdirigenten der New York Philharmonic (1909) ernannt wurde, koordinierte Gustav Mahler den Kauf von zwei Paaren Schnellar-Pauken (und versuchte zusätzlich, Schnellar davon zu überzeugen, ein Stellenangebot in seinem derzeitigen Orchester anzunehmen). Schnellars Handkurbel-Pauken haben sich auch in den Werken von Richard Strauss als so hoch erwiesen, dass der Meister ihm sogar erlaubte, die Paukenkomposition an einer Stelle in „Sinfonia Domestica“ zu ändern, um das Instrument thematisch einzusetzen.

Hans Johann Schnellar (1865-1945).

In der Nachfolge der Paukisten der Wiener Philharmoniker, beginnend 1842 mit Anton Hudler und Alois Blacho, darunter 21 Musiker bis heute, nimmt Schnellar allein aufgrund der produktiven Diskussion mit Mahler und Strauss eine herausragende Stellung ein. Dieser Impuls, mit dem er sein Instrument weiterentwickelte, lebte und lebt im Orchester weiter: Richard Hochrainer (1904-1986) war nicht nur als Lehrer beschäftigt, er entwickelte auch die Wiener Pauke weiter, ebenso wie Wolfgang Schuster (* 1942) ), der von 1961 bis 2005 Teil der State Opera Percussion-Sektion war. Die Tradition der Instrumentenentwicklung liegt nun in den Händen von Anton Mittermayr (* 1970), der seit 1996 und seit 1999 Paukist im State Opera Orchestra ist hat der Philharmonie angehört.

Hans Johann Schnellar (1865-1945).

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