Julius Buths (1851-1920)

  • Beruf: Dirigent, Komponist, Konservatorium Direktor Düsseldorf.
  • Residenzen: Düsseldorf, Köln, Berlin, Paris.
  • Beziehung zu Mahler: 
  • Korrespondenz mit Mahler: Ja.
    • 00-00-0000, Jahr 
  • Geboren: 07-05-1851 Wiesbaden.
  • Gestorben: 12 Düsseldorf. 03 Jahre alt.
  • Begraben: Unbekannt.

Julius Buths war ein deutscher Pianist, Dirigent und kleiner Komponist. Er war besonders bemerkenswert in seiner frühen Verfechterung der Werke von Edward Elgar in Deutschland. Er dirigierte die kontinentaleuropäischen Premieren sowohl der Enigma-Variationen als auch des Traums von Gerontius. Er hatte auch bemerkenswerte Verbindungen zu Frederick Delius und Gustav Mahler.

Julius Emil Martin Buths wurde in Wiesbaden als Sohn eines Oboisten geboren. Er studierte Musik in Köln bei Ferdinand Hiller und anderen, in Berlin bei Friedrich Kiel, in Italien und in Paris. Er arbeitete von 1875 bis 1879 als Dirigent in Breslau, dann bis 1890 in Elberfeld. In diesem Jahr wurde er zum musikalischen Leiter der Stadt Düsseldorf ernannt und spielte mehrere Jahre eine wichtige Rolle bei den niederrheinischen Musikfestivals. 1890 war er Co-Direktor mit Hans Richter; 1893 war er alleiniger Direktor; 1896 teilte er die Rolle mit Johannes Brahms und Richard Strauss; 1902 Co-Direktor mit Strauss; und alleiniger Direktor 1905. In Düsseldorf spielte er häufig Kammermusik mit Max Reger und Joseph Joachim.

Julius Buths (1851-1920) erschienen.

Er dirigierte Gustav Mahlers Symphonie Nr. 2 am 03 in Düsseldorf, in Vorbereitung auf die Korrespondenz mit dem Komponisten, der ihm riet, eine deutliche Pause zwischen dem ersten und dem zweiten Satz zu gewährleisten. Buths fügte dennoch die lange Pause (fünf Minuten) zwischen dem vierten und fünften Satz ein, zu der Mahler ihm zu seiner Einsicht und Sensibilität gratulierte und den Mut wagte, die Wünsche des Komponisten zu ignorieren.

Im März 1903, als Julius Buths die Symphonie in Düsseldorf mit einer Pause zwischen Urlicht und Finale dirigierte, schrieb Mahler an ihn und gratulierte ihm zu seiner Einsicht: 

Die Hauptpause im Konzertsaal liegt also zwischen dem vierten und fünften Satz. Ich bin erstaunt über die Sensibilität des Gefühls, die es Ihnen ermöglicht hat, die natürliche Aufteilung der Arbeit zu finden, und dies widerspricht meinen eigenen Angaben. Ich bin seit langem der gleichen Meinung, und alle Auftritte, die ich durchgeführt habe, haben sie nur verstärkt. Trotzdem muss auch nach dem ersten Satz eine Pause eingelegt werden, da sonst der zweite Satz als bloße Diskrepanz erscheint. . . . Der Andante ist eine Art Intermezzo (wie ein letztes Echo vergangener Tage im Leben des Mannes, der im ersten Satz zu Grabe getragen wurde - „denn die Sonne scheint immer noch auf ihn“). Während der erste, dritte, vierte und fünfte Satz thematisch und atmosphärisch miteinander verbunden sind, steht der zweite allein und unterbricht eher den strengen Verlauf der Ereignisse. Vielleicht ist dies eine Schwäche im Plan, aber meine Absicht ist Ihnen jetzt sicherlich klar. . . 

Eine Rezension in der New York Daily Tribune vom 9. Dezember 1908 berichtete, dass Mahler zwei fünfminütige Pausen einlegte, als er die Zweite Symphonie in dieser Stadt dirigierte, aber diesbezüglich keine Änderungen an der Partitur vornahm. Seine Vertraute Natalie Bauer-Lechner erinnerte daran, dass er bei der Einführung des Werks in Wien im Jahr 1899 „das Urlicht tatsächlich wiederholte, weil das Publikum bei seinem Abschluss applaudiert hatte und Mahler sagte, dass der fünfte Satz attaca gespielt werden müsse.“ Das war anscheinend auch seine endgültige Entscheidung. In den Jahren zwischen der Komposition der Sinfonie und diesem Brief an Buths erklärte oder begründete er jedenfalls mehrmals den programmatischen Inhalt des Werkes. Ungefähr eine Woche nach der vollen Premiere im Dezember 1895 schrieb er an den Kritiker Max Marschalk: 

Das ursprüngliche Ziel dieser Arbeit war es nie, ein Ereignis im Detail zu beschreiben; Vielmehr handelt es sich um ein Gefühl. Seine spirituelle Botschaft kommt in den Worten des letzten Chors klar zum Ausdruck. . . . Die Parallele zwischen Leben und Musik ist vielleicht tiefer und umfassender als derzeit gezeichnet. Dennoch bitte ich niemanden, mir auf diesem Weg zu folgen, und überlasse die Interpretation von Details der Vorstellungskraft jedes einzelnen Zuhörers. 

1906 nahm er zusammen mit Ossip Gabrilowitsch, Alban Berg und Oskar Fried an den Proben zur Uraufführung von Mahlers 6. Symphonie in Essen teil und alle aßen mit dem Komponisten.

Von links nach rechts, Fritz Cassirer (Dirigent) mit Julius Buths (1851-1920), Frederick Delius (Komponist), Hans Haym (Dirigent) und Jelka Delius (Fredericks 'Frau) im Jahr 1905.

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