Julius Friedrich Gernsheim (1839-1916).

  • Beruf: Dirigent, Komponist.
  • Residenzen: Frankfurt am Main, Paris, Rotterdam.
  • Beziehung zu Mahler:  
  • Korrespondenz mit Mahler: Ja.
    • 00-00-0000, Jahr 
  • Geboren: 17-07-1839 Worms, Deutschland.
  • Adresse: Bismarckstraße 86, Berlin.
  • Gestorben: 10-09-1916 Berlin, Deutschland.
  • Begraben: Jüdischer Friedhof Weissensee, Berlin, Deutschland.

Friedrich Gernsheim war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist. Gernsheim wurde in Worms geboren. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung zu Hause unter der Obhut seiner Mutter und begann ab seinem siebten Lebensjahr bei Worms 'musikalischem Leiter Louis Liebe, einem ehemaligen Schüler von Louis Spohr. Sein Vater, ein bekannter jüdischer Arzt, zog die Familie nach dem Jahr der Revolutionen 1848 nach Frankfurt am Main, wo er bei Edward Rosenhain, dem Bruder von Jakob Rosenhain, studierte.

Er trat 1850 zum ersten Mal öffentlich als Konzertpianist auf und tourte zwei Saisons lang. Anschließend ließ er sich mit seiner Familie in Leipzig nieder, wo er ab 1852 bei Ignaz Moscheles Klavier studierte. Er verbrachte die Jahre 1855–1860 in Paris und lernte Gioachino Rossini kennen. Édouard Lalo und Camille Saint-Saëns.

Seine Reisen danach führten ihn nach Saarbrücken, wo er 1861 den von ihm frei gewordenen Dirigentenposten übernahm Hermann Levi (1839-1900);; nach Köln, wo ihn Ferdinand Hiller 1865 zum Stab des Konservatoriums ernannte (zu seinen Schülern gehörten Engelbert Humperdinck und Carl Lachmund); Anschließend war er von 1874 bis 1890 musikalischer Leiter der Philharmonischen Gesellschaft Rotterdam. Im letzten Jahr wurde er Lehrer am Stern-Konservatorium in Berlin und zog 1897 dorthin, um an der Akademie der Künste zu unterrichten, wo er 1897 in den Senat gewählt wurde.

Gernsheim war ein produktiver Komponist, insbesondere von Orchester-, Kammer- und Instrumentalmusik sowie Liedern. Einige seiner Werke befassen sich mit jüdischen Themen, insbesondere die Dritte Symphonie über die Legende des Liedes von Miriam. Seine früheren Arbeiten zeigen den Einfluss von Schumann, und ab 1868, als er sich zum ersten Mal mit Brahms anfreundete, ist ein brahmsianischer Einfluss sehr spürbar. Gernsheims vier Symphonien (von denen die erste vor der Veröffentlichung von Brahms 'erster Symphonie geschrieben wurde) sind ein interessantes Beispiel für die Rezeption des Brahmsschen Stils durch einen sympathischen und talentierten Zeitgenossen. Gernsheims letzte Werke, insbesondere sein Zu einem Drama (1902), zeigen, wie er sich von diesem in etwas Persönlicheres bewegt. 

Mit elf Jahren trat Gernsheim erstmals öffentlich bei einem Konzert im Frankfurter Theater auf, bei dem eine seiner Kompositionen, eine Ouvertüre, aufgeführt wurde. Später (1852) unternahm er eine Tour durch die Pfalz und das Elsass bis nach Straßburg. Nach Köln und von dort nach Leipzig setzte er sein Studium drei Jahre lang bei Moscheles, Hauptmann, Rietz und Richter fort. Nach einem Zusatzkurs in Paris (1855-61) gab er dort eine Reihe von Konzerten und wurde als einer der besten Interpreten von Chopin und Schumann anerkannt.

Gernsheim wurde 1861 musikalischer Leiter in Saarbrück als Nachfolger von Herman Levi und 1865 an das Konservatorium Köln berufen, wo er kurz darauf zum musikalischen Leiter der Musikalischen Gesellschaft, des Städtischen Gesangvereins und des Sängerbundes ernannt wurde. Ihm wurde auch die Leitung des Opernorchesters am Stadttheater anvertraut (1873).

Er ging 1874 als Direktor des Konservatoriums und Dirigent der „Winterkonzerte“ nach Rotterdam; und ist seit 1890 Lehrer am Stern-Konservatorium in Berlin und Leiter der mit dieser Institution verbundenen Chorgesellschaft. 1897 wurde er Mitglied des Senats der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Berlin und 1901 zum Präsidenten der Akademischen Meisterschule für Musikalische Komposition ernannt.

Jahr 1896. 25-02-1896. Brief von Gustav Mahler an Julius Friedrich Gernsheim (1839-1916) (Herr Professor!)

Bestätigung, dass das zweite Konzert der Reihe geplant ist (1896 Konzert Berlin 16-03-1896 - Sinfonie Nr. 1, Todtenfeier, Lieder eines fahrenden Gesellen und zu fragen, ob er wieder teilnehmen könnte.

… Wie Sie mal schon wissen werden, veranstalte ich am 16. März mein 2. Konzert. Ich habe keine nun wieder die bitte an Sie, ob Sie mir auch länger wieder Ihre so bewahrte künstlerische Mitwirkung gehört!…

2 Seiten, 8vo, Hamburg, Bismarckstraße 86, 25. Februar 1896, kleine Faltenspaltung.

Dieser Brief bezieht sich auf Mahlers zweites Konzert des Jahres in Berlin, bei dem die erste Sinfonie Nr. 1 ohne den Satz „Blumine“ aufgeführt wurde, wodurch die Form der Symphonie, wie wir sie heute kennen, festgelegt wurde. Im selben Konzert wurden auch der erste Satz der Zweiten Symphonie und die Uraufführung der Lieder eines fahrenden Gesellen gegeben. Mahlers Korrespondent ist Gernsheim, der zwischen 1890 und 1897 Professor an der Stern Choral Society in Berlin war.

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