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Lilly Lieser (1875-1943).

Henriette Amalie Lieser, genannt Lilly (Lilli, Lily) Lieser, Witwe einer wohlhabenden Industrie und Fördererin der Künste. Geboren in Landau. Lilly Lieser-Landauer.

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Lilly Landau war die Tochter des wohlhabenden Paares Albert und Fanny Landau. In den Jahren 11-1896 heiratete sie den Unternehmer von HITIAG und Imperial Council, Justus Liese, mit dem sie zwei Töchter hatte, Helene (1898-1962) und Annie (1901-1972). Ungefähr im gleichen Alter wie Anna Justine Mahler (Gucki) (1904-1988). Die Ehe wurde 1905 geschieden.

Zwischen 1910 und 1915 war Lilly Lieser mit befreundet Alma Mahler (1879-1964), ihre Sommerhäuser in Breitenstein grenzten aneinander (Haus Alma Mahler Breitenstein am Semmering 1913-1937 (Werfelweg 6, Villa Mahler)). Sie reisten zusammen nach Scheveningen in Niederlandeund Lilly unterstützte Alma bei einer Abtreibung. Sehen Alma Mahler selbst in den Niederlanden (1912, 1920 und 1938).

Als Alma 1915 bemerkte, dass Lilly lesbische Neigungen hatte und offensichtlich ein Stück für sie spielte, kühlte die Freundschaft ab. Almas Tendenzen zur gleichgeschlechtlichen Liebe sind nicht dokumentiert. Lilly verschwand genauso plötzlich aus Almas Leben, wie sie privat darin aufgetaucht war. In den 1920er und 1930er Jahren schien der Kontakt vollständig abgebrochen zu sein, obwohl beide weiterhin in Wien lebten. Lilly war eine der wenigen Frauen, die als enge Freundin von Alma bezeichnet werden können.

Lieser förderte unter anderem den Komponisten Arnold Schönberg (1874-1951) und zwischen 1915 und 1918 ließ sie ihn mietfrei in ihrem Haus in Wien in der Gloriettegasse 43 in Hietzing wohnen. Arnold Schönberg (1874-1951) erhielt auch 500 Kronen pro Monat von ihr und ein Harmonium.

Schloss Lanna, Argentinierstraße 20a, Wien.

Ihre Tochter Helene war 1920 die erste Frau in Österreich, die in Politikwissenschaft promovierte. Tochter Annie war von 1929 bis 1943 mit dem österreichischen Beamten Hans Sidonius verheiratet.

1925 konnte sie unterstützen Alban Berg (1885-1935) finanziell beim Druck seiner Oper Wozzeck, der er sich dann widmete Alma Mahler (1879-1964).

Nach der Annexion Österreichs wurden das Liesers-Vermögen und die Wohngebäude arisiert. In ihrem Besitz befanden sich Möbel, Musikinstrumente und Bilder, zum Beispiel von Maurice Utrillo. Ihren Töchtern gelang die Flucht nach England und Amerika. Lilly Lieser wurde am 11 nach Riga deportiert und am 01 ermordet. Nach anderen Informationen wurde sie in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht und dort getötet.

Stolpersteine ​​Lilly Lieser, Argentinierstraße 20a, Wien.

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