Marie Gutheil-Schoder (1874-1935).

  • Beruf: Sopran.
  • Residenzen: Weimar, Wien
  • Beziehung zu Mahler: Liebesbeziehung wahrscheinlich, arbeitete mit Gustav Mahler.
  • Korrespondenz mit Mahler: 
  • Geboren: 16-02-1874 Weimar, Deutschland.
  • Gestorben: 04-10-1935 Ilmenau, Deutschland. 61 Jahre alt.
  • Begraben: Weimarer Friedhof. Ihr Grabstein wird während der DDR-Zeit entfernt. Hauptfriedhof (?)
  1. 1905 Konzert Wien 03-02-1905 - Des Knaben Wunderhorn, Kindertotenlieder, Ruckert-Lieder.

Marie Gutheil-Schoder war eine der wichtigsten deutschen Sopranistinnen ihrer Zeit. Die in Weimar geborene Marie Schoder heiratete 1899 Gustav Gutheil, mit dem sie bis zu seinem Tod 1914 lebte. Marie Gutheil-Schoder war mit dem Kapellmeister Gustav Gutheil und dem Fotografen Franz Xaver Setzer verheiratet. Auch: Marie Schoder.

1891 debütierte sie in der Nebenrolle der First Lady an der Weimarer Hofoper in der Zauberflöte in ihrer Heimatstadt Weimar. Gustav Mahler engagierte sie 1900 für die Wiener Staatsoper, wo sie bis 1926 blieb.

Marie Gutheil-Schoder (1874-1935) in ihrem Wiener Haus, 1901.

Sie trat 1913 als Octavian in Der Rosenkavalier am Royal Opera House auf. Eine ihrer berühmten Rollen war die Darstellung einer „seltsamen, Nietzscheanischen“ Carmen. Sie war 1914 in der Wiener Uraufführung von Richard Strauss 'Ballett Josephslegende als Potiphars Frau zu sehen. Sie schuf Esmeralda bei der Weltpremiere von Franz Schmidts Oper Notre Dame im selben Jahr.

Gutheil-Schoder schuf 1924 in Prag die äußerst schwierige Einzelrolle von Arnold Schönbergs Monodrama Erwartung; Anfang des Jahres führte sie seinen Pierrot-Lunaire auf. Mahler nannte sie "ein musikalisches Genie", und sie wurde als Musikerin und Sängerin hoch angesehen, obwohl sie, wie ein Wiener Kritiker schrieb, "die Sängerin ohne Stimme" zu sein schien. In ihrer späteren Karriere wurde sie Regisseurin der Oper. Sie war auch eine bekannte Pädagogin, eine ihrer Schülerinnen war die Mezzosopranistin Risë Stevens. Sie starb im Alter von 61 Jahren in Ilmenau.

Marie Gutheil-Schoder (1874-1935) Grabstein. Entworfen von Thilo Schoder für seine Eltern und seine Schwester. Thilo war ein bekannter Architekt, der in den 30er Jahren nach Norwegen floh. Der Grabstein wird während der DDR-Zeit zerstört.

Aufnahmen

  • 1902 nahm sie für Gramophone & Typewriter Company Records in Wien auf: Zwei Auszüge aus Carmen, eine Arie aus The Merry Wives of Windsor und Duette aus La dame blanche und Les contes d'Hoffmann wurden aufgeführt.
  • Im Jahr 2004 veröffentlichte Symposium Records eine CD mit dem Titel Wien - Die Mahler-Jahre. Enthalten sind die beiden aufgenommenen Duette Gutheil-Schoder (mit Franz Naval (de)) sowie Aufnahmen von Selma Kurz, Leo Slezak, Erik Schmedes, Lilli Lehmann usw.

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