Mariss Jansons (1943-2019)

Mariss Jansons (1943-2019)

  • Beruf: Dirigent.
  • Residenzen: Riga, St. Petersburg, Wien, Amsterdam.
  • Beziehung zu Mahler: Amsterdam Royal Concertgebouw Orchestra (RCO)
  • Korrespondenz mit Mahler: Nein.
  • Geboren: 14-01-1943 Riga, Lettland.
  • Gestorben: 01-12-2019 St. Petersburg, Russland.
  • Gedenkgottesdienst: 05-12-2019 Großer Saal der Philharmonie (Halle der Adligen), St. Petersburg, Russland. Die Eröffnungsmusik, die in der Philharmonie gespielt wurde, war Mahlers zweite Symphonie, die für ihn unendlich bedeutsam war. Die Zeremonie dauerte drei Stunden. 1902 dirigierte hier Gustav Mahler.
  • Begraben: Einige Tage später wird es eine private Beerdigung auf dem Volkovo-Friedhof in St. Petersburg, Russland, geben. Er wird neben der Asche seines Vaters Arvid beigesetzt. 
  • In memoriam: 06-12-2019 Amsterdam, Niederlande. Das Amsterdam Royal Concertgebouw Orchestra (RCO) spielte Jean Sibelius (1865-1957) - 'Valse triste'ohne Dirigent. In Erinnerung an Mariss Jansons (1943-2019). Es war eine seiner beliebtesten Zugaben.

Mariss Jansons, Chefdirigent Amsterdam Royal Concertgebouw Orchester (RCO / KCO), Zeitraum 2004-2015.

Abschiedskonzert im Royal Concertgebouw, Amsterdam, 20.

Mit dem Amsterdam Royal Concertgebouw Orchester (RCO / KCO) und Thomas Hampson (1955): Gustav Mahler, Des Knaben Wunderhorn.

Thomas Hampson (1955) und Mariss Jansons (1943-2019), Amsterdam, 20.

Thomas Hampson (1955) und Mariss Jansons (1943-2019), Amsterdam, 20.

Mariss Jansons (1943-2019) und Ihre Majestät Königin Maxima von den Niederlanden (Patronin des Royal Concertgebouw Orchestra), Amsterdam, 20-03-2015.

Vesko Eschkenazy (Konzertmeister), Mariss Jansons (1943-2019) und Tatjana Vassiljeva (Solocellistin), Amsterdam, 20-03-2015.

01-12-2019 Mariss Jansons (76) ist gestorben

In seiner Heimatstadt St. Petersburg starb der Dirigent Mariss Jansons im Alter von 76 Jahren. Er war Chefdirigent der Amsterdam Royal Concertgebouw Orchestra (RCO) seit elf Jahren, wo er 2015 wegen einer Herzerkrankung aufhörte. Er trat dem Concertgebouw-Orchester in einer langen Tradition bei, wobei der Schwerpunkt auf Werken von Komponisten wie Anton Bruckner (1824–1896), Gustav Mahler (1860-1911)Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) und Richard Strauss (1864-1949). Janssons wurde für den tiefen und melodiösen Klang seiner Darbietungen gelobt.

Im Juni sagte er auf ärztlichen Rat eine geplante Konzertreihe mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunk ab.

Jansons wurde 1943 in der lettischen Hauptstadt Riga als Sohn von Musikern geboren. Mit dreizehn Jahren zog er mit seinen Eltern nach Leningrad (heutiges Sankt Petersburg), wo sein Vater Dirigent wurde. Jansons begann als Geiger, trat aber bald in die Fußstapfen seines Vaters. Einer seiner Lehrer, Herbert von Karajan, wollte ihn nach Westberlin bringen, aber die sowjetischen Behörden erlaubten dies nicht.

Er durfte 1979 nach Oslo gehen, wo er 21 Jahre lang Chefdirigent der Osloer Philharmoniker war, die sich unter seiner Leitung zu einem international bekannten Orchester entwickelten.

1985 trat er erstmals in den Niederlanden als Dirigent der Philharmoniker von Leningrad auf. Nach jubelnder Kritik beauftragte ihn das Rotterdam Philharmonic Orchestra mit Konzerten und 1998 debütierte er mit dem Concertgebouw Orchestra.

Nach dem Ende der Sowjetunion dirigierte er alle großen Orchester und arbeitete mit einem überfüllten Zeitplan, für den er mit halsbrecherischer Geschwindigkeit um die Welt reiste. 1996 stellte sich heraus, dass es einen Preis hatte: Während eines Konzerts in Oslo erlitt er einen Herzstillstand, den er kaum überlebte.

Im Jahr 2004 folgte er Italienisch Riccardo Chailly (1953) in Amsterdam und wurde der sechste Chefdirigent in der Geschichte der Amsterdam Royal Concertgebouw Orchestra (RCO). Er war damals auch Chefdirigent des Orchesters des bayerischen Senders, das er bis zu seinem Tod blieb. Er trat auch oft mit den Wiener Philharmonikern auf. Unter anderem dirigierte er das Neujahrskonzert 2006, 2012 und 2016.

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