Max Mopp Oppenheimer (1885–1954).

  • Beruf: Maler, Grafiker, Schriftsteller.
  • Residenzen: Wien, München, Berlin, New York.
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 1885 Wien, Amerika.
  • Gestorben: 1954 New York, Amerika.
  • Begraben: Unbekannt.

Max Oppenheimer, auch bekannt unter dem Pseudonym „Mopp“, war Landschafts-, Genre-, Porträt- und Stilllebenmaler. Er war auch Grafikdesigner und Schriftsteller. Von 1900 bis 1903 besuchte er die Wiener Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl und Sigmund L'Allemand und studierte von 1904 bis 1906 bei Franz Thiele an der Prager Akademie. 1906 schloss sich Oppenheimer der Prager Gruppe 'OSMA' (die Acht) an, einer der ersten Vereinigungen tschechischer Avantgarde-Künstler.

Gustav Mahler dirigiert die Wiener Philharmoniker (VPO) by Max Mopp Oppenheimer (1885–1954).

Zu dieser Zeit zeigte Oppenheimers Stil ein wachsendes Interesse an der impressionistischen Malerei, insbesondere an der von Max Liebermann. 1908 kehrte er nach Wien zurück und schloss sich dem Kreis von Oskar Kokoschka und Egon Schiele an. Seine Begegnung mit Kokoschkas Malerei übte einen prägenden Einfluss auf Oppenheimer aus, insbesondere im Bereich der Porträtmalerei, was letztendlich zur Entwicklung der österreichischen expressionistischen Malerei führte.

Existenzielle Bedürfnisse und Ängste waren ein dominierendes Thema ihrer Bilder. Die drei Maler beeinflussten sich gegenseitig in unterschiedlichem Maße. In ihren „psychologischen Porträts“ wie Oppenheimers Gemälde des Komponisten Anton Webern (1909) versuchten sie, die mentalen Eigenschaften der Dargestellten einzufangen.

Max Mopp Oppenheimer (1885–1954).

Oppenheimer hatte 1911 seine erste Einzelausstellung in der Moderne Galerie in München. Er unternahm Studienreisen nach Frankreich, in die Niederlande und nach Italien und lebte von 1911 bis 1915 in Berlin. 1915 zog Oppenheimer in die Schweiz, wo er bleiben würde Oppenheimer wurde 1924 bei Dada vorgestellt und nahm an der ersten Dada-Ausstellung in Zürich teil. Dada oder Dadaismus war eine kulturelle Bewegung, die im Ersten Weltkrieg in Zürich in der Schweiz begann und von 1916 bis 1916 ihren Höhepunkt erreichte.

Die Bewegung umfasste hauptsächlich bildende Kunst, Literaturpoesie, Kunstmanifeste, Kunsttheorie, Theater und Grafikdesign und konzentrierte ihre Antikriegspolitik durch die Ablehnung der in der Kunst vorherrschenden Standards durch kunstfeindliche Kulturwerke. Ihr Zweck war es, das zu verspotten, was seine Teilnehmer als die Sinnlosigkeit der modernen Welt betrachteten. Dada war nicht nur kriegsfeindlich, sondern auch anti-bürgerlich und anarchistisch.

1920. Max Mopp Oppenheimer (1885–1954) - Rosenquartett.

Oppenheimer nahm 1919 offiziell den Namen „MOPP“ an, obwohl er seine Bilder seit 1910 mit dem Pseudonym signiert hatte. Mit einer Mischung aus Futurismus und Neue Sachlichkeit gelang es ihm, die Menschen und Atmosphären der modernen Stadt individuell darzustellen ”).

1920 begann Oppenheimer mit seinen berühmten Orchesterszenen, bei denen es sich hauptsächlich um die Darstellung von Musik und Komponisten handelte, die 1924 auf einer großen Gruppenausstellung des Wiener Haagebundes gezeigt wurden. 1925 wurde er mit dem österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.

1932. Max Mopp Oppenheimer (1885–1954) - Die Amati (Hommage an Guarnerius del Gesu).

1932. Max Mopp Oppenheimer (1885–1954) - Die Amati (Hommage an Guarnerius del Gesu).

Oppenheimer ging 1926 erneut nach Berlin, doch 1931 veranlasste die zunehmend angespannte politische Lage in Deutschland seine Entscheidung, nach Wien zurückzukehren. 1932 nahm Oppenheimer ein letztes Mal an einer Gruppenausstellung im Wiener Künstlerhaus teil, bevor er 1938 in die Schweiz floh. 1939 wanderte Oppenheimer in die USA aus, wo seine Arbeit zu früheren Ideen zurückkehrte und sich dann mit dem amerikanischen Abstrakten Expressionismus befasste.

Max Oppenheimer und Gustav Mahler im Belvedere Museum, Wien

Zum 150. Geburtstag von Gustav Mahler (2010) widmet sich die Serie Masterpieces in Focus im Belvedere dem Bild, das Gustav Mahler mit den Wiener Philharmonikern von Max Oppenheimer dirigiert. Mahlers Arbeit als Komponist und Musikopernregisseur hatte einen entscheidenden Einfluss darauf, wie seine Zeitgenossen Musik wahrnahmen, und drückte sich direkt in den Gemälden und Skulpturen verschiedener Künstler aus.

Ab 1914 war die Musikwelt für den leidenschaftlichen Geiger und Musikexperten zum Mittelpunkt der Kreativität geworden, was an sich jedoch nicht so außergewöhnlich war. Musik erregte die Aufmerksamkeit vieler bildender Künstler, spätestens mit Richard Wagner. Das Werk, das Gustav Mahler dirigiert, wurde über einen langen Zeitraum von 1935 bis 1952 geschaffen, dh größtenteils im Exil des jüdischen Künstlers in New York. In seiner monumentalen Form wird es ohne Zweifel als sein künstlerisches Testament angesehen.

Die Verbindung zwischen Musik und Malerei sollte für Oppenheimer ein wichtiges Mittel werden, wenn er nicht zu Hause ist. Die lange Zeit, in der dieses Gemälde geschaffen wurde, kann als Auseinandersetzung mit seiner kulturellen Identität erklärt werden, die mit der Hoffnung auf eine allgemein verständliche Sprache der Kunst verbunden ist. Neben diesem monumentalen Werk werden auch andere Gemälde von Oppenheimer und eine Auswahl von Werken seiner Zeitgenossen gezeigt.

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