Richard Beer-Hofmann (1866-1945).

  • Beruf: Dichter, Schriftsteller.
  • Residenzen: Brno, Wien, New York.
  • Beziehung zu Mahler: 
  • Korrespondenz mit Mahler: Nein.
  • Adresse 1902: I, Wollzeile 15, Wien, Österreich.
  • Geboren: 11 Wien, Österreich.
  • Gestorben: 26-09-1945 New York, Amerika.
  • Begraben: Jüdischer Friedhof Unterer Friesberg, Zürich, Schweiz.

Richard Beer-Hofmann war ein österreichischer Dramatiker und Dichter. Seine Mutter starb innerhalb einer Woche nach seiner Geburt und nach ihrem Tod wurde er von seinem Onkel und seiner Tante Bertha und Alois Hofmann adoptiert und aufgezogen. Seine frühe Kindheit verbrachte er in Brünn (Brno, Tschechische Republik), wo Alois Hofmann eine Textilfabrik besaß. 1880 zog die Familie nach Wien und Richard Beer-Hofmann beendete seine Ausbildung am Akademischen Gymnasium.

In den 1880er Jahren studierte er Rechtswissenschaften in Wien und promovierte 1890. Im selben Jahr seines Abschlusses lernte er die Schriftsteller Hugo von Hofmannsthal, Hermann Bahr und Arthur Schnitzler kennen, mit denen er eine lange Freundschaft und Mitgliedschaft in der Junge Wien (Junge Wien) literarische Bewegung. Infolgedessen begann er seine literarische Tätigkeit als freiberuflicher Schriftsteller. Beer-Hofmann heiratete 1897 Paula Lissy. Ihre Tochter Miriam Beer-Hofmann Lens wurde im selben Jahr geboren.

Zunächst schrieb Beer-Hofmann Novellen, später Kurzgeschichten und Gedichte. In den 1920er Jahren arbeitete er als Theaterregisseur für Max Reinhardt, eine Rolle, die bis 1932 andauerte. 1939 wanderte Beer-Hofmann aus Österreich aus und reiste über Zürich nach New York. Seine Frau Paula starb in der Schweiz. Anschließend wurden seine Werke in Österreich und Deutschland verboten. 1945 wurde er US-amerikanischer Staatsbürger, starb jedoch im selben Jahr.

Richard Beer-Hofmann (1866-1945).

Beer-Hofmanns literarisches Schaffen besteht hauptsächlich aus Novellen, Dramen und Gedichten. Es kann als Teil der literarischen Strömung der Wiener Moderne angesehen werden. Beer-Hofmann erhielt mehrere bemerkenswerte Literaturpreise, darunter den Volksschillerpreis 1905 in Deutschland und den Preis des Nationalen Instituts für Künste und Briefe 1945 in den USA. Ein Jahr nach seinem Tod wurde in New York die Beer-Hofmann-Gesellschaft gegründet. Die Papiere von Richard Beer-Hofmann und seiner Tochter befinden sich im Archiv des Leo-Baeck-Instituts.

Neben der Sammlung Richard Beer-Hofmann (AR 745) und der Linsensammlung Miriam Beer-Hofmann (AR 7258) befindet sich im Archiv Leo Baeck eine Forschungssammlung (AR 25593) der Arbeiten des Literaturhistorikers Richard M. Sheirich. Sheirichs Sammlung beleuchtet Beer-Hofmanns Vorbereitung auf die Erörterung jüdischer Themen in seinen Werken sowie die Bemühungen seiner Tochter, das ihres Vaters als eines der wichtigsten Erinnerungen des modernen Literaturautors zu erhalten. In Wien besuchte er den Salon Bertha Zuckerkandl. 

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