Robert Stolz (1880-1975).

  • Beruf: Komponist, Dirigent. 
  • Residenzen:
  • Beziehung zu Mahler:
  • Korrespondenz mit Mahler:
  • Geboren: 25-08-1880 Graz, Österreich.
  • Gestorben: 27-06-1975 Berlin, Deutschland. 94 Jahre alt.
  • Begraben: 04-07-1975 Zentraler Friedhof, Wien, Österreich. Grab 32C-24.

Robert Elisabeth Stolz war eine österreichische Songwriterin und Dirigentin sowie Komponistin von Operetten und Filmmusik. Stolz wurde von musikalischen Eltern in Graz geboren. Sein Vater war Dirigent, seine Mutter Konzertpianistin und er war der Urneffe der Sopranistin Teresa Stolz. Mit sieben Jahren tourte er als Pianist durch Europa und spielte Mozart. Er studierte am Wiener Konservatorium bei Robert Fuchs und Engelbert Humperdinck. Ab 1899 bekleidete er nacheinander Dirigierposten in Maribor (damals Marburg genannt), Salzburg und Brünn, bevor er 1907 die Nachfolge von Artur Bodanzky am Theater an der Wien antrat.

Dort dirigierte er unter anderem die Uraufführung von Oscar Strauss 'Der tapfere Soldat (Der Schokoladensoldat) im Jahr 1908, bevor er 1910 als freiberuflicher Komponist und Dirigent abreiste. In der Zwischenzeit hatte er begonnen, Operetten und einzelne Lieder zu komponieren, und hatte auf diesen Gebieten eine Reihe von Erfolgen.

Nach seinem Dienst in der österreichischen Armee im Ersten Weltkrieg widmete sich Stolz hauptsächlich dem Kabarett und zog 1925 nach Berlin. Um 1930 begann er, Musik für Filme wie den ersten deutschen Tonfilm Zwei Herzen im Dreivierteltakt zu komponieren in Waltz Time), von denen der Titelwalzer schnell zu einem beliebten Favoriten wurde. Einige frühere Stolz-Kompositionen wie „Adieu, mein kleinerer Gardeoffizier“ aus seiner Operette Die lustige Weiber von Wien wurden durch das Medium Film einem breiteren Publikum bekannt, nachdem es in Im weißen Rößl interpoliert worden war. 

Der Aufstieg des nationalsozialistischen Deutschlands führte Stolz nach Wien zurück, wo sein Titelsong für den Film Ungeküsst soll man nicht schlafen gehn ein Hit war, aber dann kam der Anschluss, und er zog wieder zuerst nach Zürich und dann nach Paris, wo 1939 wurde er als feindlicher Ausländer interniert. Mit Hilfe von Freunden wurde er freigelassen und machte sich 1940 auf den Weg nach New York. Nach seinem Tod in Berlin im Jahr 1975 erhielt Robert Stolz die Ehre eines Staatslügners im Foyer der Wiener Staatsoper. Er wurde in der Nähe von Johannes Brahms und Johann Strauss II. In Wien beigesetzt, und im Wiener Stadtpark wurde eine Statue für ihn errichtet.

Wenn Sie Fehler gefunden haben, benachrichtigen Sie uns bitte, indem Sie diesen Text auswählen und drücken Strg + Enter.

Rechtschreibfehlerbericht

Der folgende Text wird an unsere Redakteure gesendet: