• Jahr 1886.
  • Jahr 1887.
  • 25-07-1886 until 01-02-1887.
  • Gottschedstraße 4 (jetzt Nr. 25).
  • Eigentümer des Gebäudes ist Schneider Eduard Wolanke (Emilienstraße Nr. 10, XNUMX. Stock).
  • Vermietet von Frau Stecher.
  • Zweiter Stock.
  • Weihnachten 1886.
  • Kalter Raum.
  • Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.

Jahr 18871886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4 II.

1886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4.

1886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4.

1886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4.

1886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4.

1886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4.

1886-1887 Haus Gustav Mahler Leipzig - Gottschedstraße Nr. 4.

Standort der Synagoge Gottschedstraße (Liberale Synagoge)

Die Synagoge in der Gottschedstraße wurde von Otto Simonson, einem Schüler des Architekten Gottfried Semper, entworfen und bietet Platz für 2,000 Gläubige.

Bei seiner Einweihung im Jahr 1855 wurde Musik von Salomon Jadassohn aufgeführt, der zehn Jahre später seine lange Amtszeit als Chorleiter des Tempels begann. Im Gegensatz zum orthodoxen Judentum umfasste der Chor dieser liberalen Synagoge sowohl Männer- als auch Frauenstimmen und sogar viele Nichtjuden. Die Aufnahme einer Orgel (1868 von Ladegast erbaut) in den musikalischen Beitrag zum Gottesdienst entsprach ebenfalls der reformierten jüdischen Tradition.

Besonders hervorzuheben sind drei Kantoren der Synagoge Gottschedstraße: Rafael Frank, Max Jaffé und Samuel Lampel. Nach seiner Ankunft in Leipzig im Jahr 1903 war Frank in den verschiedensten Bereichen außerordentlich aktiv. Heute ist er vor allem für seine Arbeiten zur Entwicklung hebräischer Schriften („Frank-Rühl-Hebräisch“) bekannt. Sowohl Jaffé als auch Lampel traten 1914 in den Dienst der Synagoge ein. Neben ihren Kantorpflichten unterrichteten beide Männer an der Ephraim-Carlebach-Schule. 1928 veröffentlichte Lampel (ein Jahr zuvor zum Oberkantor der Synagoge ernannt) eine hoch angesehene Anthologie mit dem Titel Kol Sch'muel (Die Stimme von Samuel), die 57 Kompositionen und Arrangements für den Sabbat und die festliche Liturgie umfasste.

Der Tempel wurde in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 zerstört. Nach der Deportation der beiden Rabbiner der Gemeinde übernahm Lampel dieses Amt. Ab 1939 konnten Gottesdienste in der geborgenen Synagoge in der Keilstraße abgehalten werden, bis auch diese 1942 geschlossen wurde. Im selben Jahr wurden sowohl Lampel als auch Jaffé deportiert und sollen kurz darauf in einem Vernichtungslager getötet worden sein.

Der Chorleiter der Synagoge aus dem Jahr 1924 war Barnet Licht, die während der Jahre des NS-Regimes eine einflussreiche Rolle in der Jüdischen Kulturallianz spielte und anschließend die Internierung im Konzentrationslager Theresienstadt (Theresienstadt) in der Tschechischen Republik überlebte.

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