Leipziger Gewandhausorchester (LGO)

Siehe auch: Henri-Wilhelm Petri (1856-1914).

Das Gewandhausorchester Leipzig (Gewandhausorchester) ist ein deutsches Sinfonieorchester mit Sitz in Leipzig. Das Orchester ist nach dem Konzertsaal benannt, in dem es seinen Sitz hat, dem Gewandhaus.

Die Ursprünge des Orchesters lassen sich bis ins Jahr 1743 zurückverfolgen, als eine Gesellschaft namens Grosses Concert in Privathäusern auftrat. 1744 verlegte das Grosses-Konzert seine Konzerte in die Taverne „Drei Schwäne“. Ihre Konzerte wurden an diesem Ort 36 Jahre lang bis 1781 fortgesetzt. 1780 bot der Bürgermeister und Stadtrat von Leipzig aufgrund von Beschwerden über die Konzertbedingungen und das Verhalten des Publikums in der Taverne an, eine Etage des Gewandhauses (das von Textilien genutzte Gebäude) zu renovieren Kaufleute) für den Gebrauch des Orchesters. In der Halle wurde das Motto Res Severa est Verum Gaudium („ein ernstes Anliegen ist wahres Vergnügen“ oder „wahres Vergnügen ist ein ernstes Geschäft“ - vom römischen Autor Seneca) gemalt, das die Prioritäten der Sponsoren vorschlug. Das Orchester gab 1781 sein erstes Konzert im Gewandhaus. Das Orchester hat somit den guten Anspruch, das älteste von der Bourgeoisie gegründete Orchester in Deutschland zu sein, während ältere Orchester Teil königlicher Suiten waren.

1835 wurde Felix Mendelssohn Musikdirektor des Orchesters mit dem traditionellen Titel Gewandhauskapellmeister und bekleidete die Position mit nur einjähriger Unterbrechung bis zu seinem Tod 1847. 1885 bezog das Orchester einen neuen Saal. Dies wurde 1944 durch Bombenangriffe zerstört. Das heutige Gewandhaus ist das dritte Gebäude mit dem Namen. Es wurde 1981 eröffnet. Die große Orgel im Saal trägt das ursprüngliche Motto des Gewandhaussaals „Res Severa Verum Gaudium“.

Neben seinen konzertanten Aufgaben tritt das Orchester auch häufig in der Thomaskirche und als offizielles Opernorchester der Leipziger Oper auf.

Spätere Dirigenten waren Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter und Václav Neumann. Von 1970 bis 1996 war Kurt Masur Gewandhauskapellmeister, und er und das Orchester machten eine Reihe von Aufnahmen für das Philips-Label. Von 1998 bis 2005 hatte Herbert Blomstedt dieselbe Position inne und sie machten mehrere Aufnahmen für das Label Decca. Masur und Blomstedt sind derzeit jeweils Dirigenten des Orchesters.

In 2005, Riccardo Chailly (1953) übernahm als Gewandhauskapellmeister und Musikdirektor der Leipziger Oper mit einem ersten Vertrag bis 2010. 2008 erfolgte Chaillys erste Vertragsverlängerung bis 2015. Er trat jedoch gleichzeitig als GMD der Oper Leipzig zurück, Berichten zufolge nach einem Konflikt um die Einstellung von Personal ohne seine Beratung. Im Juni 2013 verlängerte das Gewandhausorchester Chaillys Vertrag bis 2020 weiter. Im September 2015 gab das Orchester jedoch auf Wunsch von Chailly den neu geplanten Abschluss von Chaillys Amtszeit als Gewandhauskapellmeister im Juni 2016 bekannt, vier Jahre vor der zuvor vereinbarten Vertragsverlängerung. Chailly und das Orchester haben Aufnahmen auf dem Decca-Label von Felix Mendelssohn, Johannes Brahms, den Robert-Schumann-Symphonien in den Re-Orchestrierungen von veröffentlicht Gustav Mahlerund die Beethoven-Symphonien.

Leiter

  1. 1781-1785 Adam Hiller
  2. 1785-1810 Johann Gottfried Schicht
  3. 1810-1827 Johann Philipp Christian Schulz
  4. 1827-1835 Christian August Pohlenz
  5. 1835-1843 Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
  6. 1843-1844 Ferdinand Hiller
  7. 1845-1847 Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
  8. 1848-1854 Julius Rietz
  9. 1860-1895 Karl Reinecke (1824-1910)
  10. 1895-1922 Arthur Nikisch (1855-1922)
  11. 1922-1928 Wilhelm Furtwängler
  12. 1929-1933 Bruno-Walter (1876-1962)
  13. 1934-1945 Hermann Abendroth
  14. 1946-1949 Herbert Albert
  15. 1949-1962 Franz Konwitschny
  16. 1964-1968 Václav Neumann
  17. 1970-1996 Kurt Masur (1927-2015)
  18. 1998-2005 Herbert Blomstedt
  19. 2005-heute Riccardo Chailly (1953)

Dirigent Preisträger

  1. 1996-heute Kurt Masur (1927-2015)
  2. Seit 2005 Herbert Blomstedt

Auch: Leipziger Gewandhausorchester. Sehen Gewandhaus.

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